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Ein Sonnestrahl verirrt sich und trifft vor mir auf die Straße, spiegelt sich in einer Pfütze, erhellt kurz ein fahrendes Auto und verschwindet wieder hinter einer Wolke.

Ich genieße das sonore Brummen des Einzylinders unter mir und muß grinsen. Es tut einfach gut mal wieder mit dem Motorrad unterwegs zu sein und dabei auch ein konkretes Ziel vor den Augen zu haben. In diesem Fall Müden an der Mosel. Wer von dem Dorf noch nichts gehört hat, kann sich beruhig zurück lehnen. Ausser Mosel, Wein und Burg Elz scheint es hier auch nicht viel zu geben.

Was Müden an der Mosel für mich interessant macht, ist das es direkt neben Pilliger Heck liegt, und dort findet das Dirt4Fun Einsteiger Training statt. Die Teilnahme hat mir meine Freundin geschenkt, als Gegenleistung habe ich versprochen ohne gebrochene Glieder wieder zu kommen – ich versuche es, Schatz! – und auf mich auf zu passen und nicht zu fremden Männern ins Auto zu steigen und nicht zu viel zu trinken und erst recht nicht zu fremden FRAUEN ins Auto zu steigen und noch eine Reihe anderer Sachen, deren Details ich hier nicht ausbreiten will.

Der grundsätzliche Plan ist am Freitag anzureisen, irgenwo in einer Pension bis Sonntag einzuchecken und Samstag Morgens frisch und fröhlich die letzten paar Kilometer abzureissen. Genauso habe ich es auch gemacht. Jeder, der das wissen wollte, kann nun aufhören zu lesen.

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Im Moment stehen hier zwei Computer mit insgesamt sieben verschiedenen Festplatten. Alle sollen weiter benutzt werden, vorher empfiehlt es sich allerdings erstmal die vorhandenen Daten zu löschen.

Ein einfaches Löschen unter Windows  oder ein ‘rm -rf *’ unter Linux helfen da nicht wirklich weiter, alles was sie machen ist dem Dateisystem zu erklären: “Vergiss doch bitte mal das du dort etwas abgelegt hast”.

Das Ganze funktioniert wie ein Berg Akten, die man mit Post-It’s beklebt hat. Der Klebezettel wird abgezogen, die Akte bleibt liegen und der nächste mit genug Zeit und Energie den ganzen Haufen durchzugehen kann alles wieder lesen als ob nichts gewesen wäre.

Es gibt Leute die haben nix zu verbergen. Aus Prinzip. Weil das gehört sich so. Nix zu verborgen, sie doch nicht, niemals, sie machen ja nix. Ich dagegen bin desorganisierter als die ein Haufen Paviane in der Waschtrommel und lebe praktisch in meinem Computer, mir reicht ‘nix zu verbergen’ einfach nicht. Ich brauche fortgeschrittenere Sicherheit als den Glauben an die eigene Unwichtigkeit und die generelle Gutartigkeit aller anderen.

Bisher habe ich mir immer mit ‘dd if=/dev/random of=/dev/{harddisk}‘ beholfen (für normale Menschen: Das bedeutet “nimm einen Haufen Zufallszahlen und male damit jede Seite jeder Akte aus, bis keine Akten mehr vorhanden sind”) und das zur Sicherheit gleich mehrmals, was ich dermaßen mühsam finde, das ich es eigentlich fast nie mache und so türmen sich dann irgendwelche alten Platten und Computer.

Abhilfe dagegen verspricht Darik’s Boot And Nuke | Hard Drive Disk Wipe oder kurz ‘DBAN’.

Aus der Beschreibung:

“Darik’s Boot and Nuke (”DBAN”) is a self-contained boot disk that securely wipes the hard disks of most computers. DBAN will automatically and completely delete the contents of any hard disk that it can detect, which makes it an appropriate utility for bulk or emergency data destruction.

DBAN is a means of ensuring due diligence in computer recycling, a way of preventing identity theft if you want to sell a computer, and a good way to totally clean a Microsoft Windows installation of viruses and spyware. DBAN prevents or thoroughly hinders all known techniques of hard disk forensic analysis.”

Bin gespannt ob es hält was es verspricht.

P.S.: Jemand Interesse an ein paar Festplatten zwischen 100 und 250GB?