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Rund um Chiang Mai – zwischen Hilltribes und Hofbraeuhaus
buebo | August 25, 2007 9:29
Mittlerweile bin ich (Air Asia sei Dank!) in Chiang Mai gelandet, Thailand’s zweit groesster Stadt. Unter Experten, Touristen, Expats und jedem anderen, der einschlaegige Reisefuehrer liest, auch als “Rose des Nordens” bekannt. Die Stadt selbst ist meiner Meinung nach nix besonderes. Natuerlich ein Haufen Tempel, diverse Meditations, Joga, Massage und andere Kurse fuer den angehenden Yogi oder Weltverbesserer. Dazwischen Buerger King, Pizza Hut und der ganze andere Rest, der in jede Thailaendische Grossstadt gehoert.
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Phnom Penh nach Laos oder Bootfahren mit Kunstseide, koloniale Kuhstaelle und die kleinen Unterschiede
buebo | September 16, 2006 15:37Es ist viel passiert und deswegen werde ich die letzten Tage nur ueberfliegen. Vorgestern morgen sind wir wieder aus Phnom Penh aufgebrochen, nachdem der grosse Humboldt endlich die erforderlichen Papiere fuer sein Motorrad bekommen hat. Unser Ziel: Laos; die erste Station: Kratie
Der groesste Abschnitt war einfacher Highway, mit dem ueblichen wahnsinnigen Verkehr, ungefaehr auf der Haelfte des Weges biegen wir vom Highway ab auf eine kleinere Strasse, die sich bald in eine Buschpiste verwandelt. Wir lassen uns aber nicht schrecken und fahren natuerlich weiter. Der Reisefuehrer sagt das die Strasse in der Regenzeit manchmal nicht passierbar ist, allerdings bewegt sich einiges an lokalem Verkehr und so mache ich mir zunaechst keine Sorgen. Laut GPS bewegen wir uns auch weiter auf Kratie zu. Der grosse Humboldt wird allerdings mit jedem Kilometer skeptischer und ploetzlich verschwindet die Strasse unter Wasser. Etwas ratlos stehen wir vor den Fluten. in ungefaehr 150 Metern abstand sehen wir sie wieder auftauchen, aber eine befragung der Locals zeigt das der durschnittliche Khmer wohl bis zur Brust im Wasser steht, was auch fuer unsere Dirtbikes etwas zu hoch ist.
Die Loesung ist allerdings schnell gefunden. Wir fahren einfach an den Fluten vorbei und quer durchs Dorf, was bedeutet sich auf einem ungefaehr 1,20 Meter breitem Lehmpfad zwischen Kindern, Huehnern, Hunden, Wasserbueffeln und durch Gruppen von Menschen, ueber Kartenspiele und durch Wohnzimmer zu schlaengeln, doch schliesslich erreichen wir Kratie nach einem langen Tag und nehmen uns ein Zimmer im sehr angenehmen Heng Heng Hotel (5$/Nacht fuer Doppel mit Ventilator), essen im Heng Heng Restaurant und fallen schliesslich in unsere Heng Heng Betten.

Wenn das die Franzosen wuessten!
Morgens benehmen wir uns wie die Asketen die wir sind, stehen um sieben (morgens…) auf, fruehstucken karg, tanken und machen uns wieder auf den Weg. Wieder zieht sich der offizielle Highway in Form einer einspurigen Matschpiste praktisch quer durch die Wohnzimmer der Dorfbewohner. Fuer kurze Erheiterung sorgt der Kuhstall im Kolonialgebaeude. Wann das die Franzosen wuessten!
Gegen Mittag treffen wir in Stung Treng ein, eine Stadt in Riechweite des Arschs der Welt, die sich durch genau gar nichts auszeichnen wuerde, wenn sie nicht das Sprungbrett nach Laos oder Rattanakiri waere (die Provinz in der sich die Hippies zum nackten Schakratanz treffen, falls sie nicht schon in Phnom Penh bei der Happy Pizza haengen gebliegen sind).
Ich esse schnell einen gebratenen Reis (schmeckt ueberall), waehrend der grosse Humboldt durch Fasten versucht seine revolutionaere Darmflora auszuhungern, dannach brechen wir wieder auf um gleich wieder anzuhalten. Nanu, eigentlich sollte hier eine Bruecke sein. Sie ist auch da und am Horizont zu erspaehen, nur leider fehlt die Haelfte.

Bruecke?
Statt dessen gibt es eine Faehre, die eher aussieht ein Kambodschanischer Einbaum. Trotzdem zeigt sich der Lademeister (Hawaiihemd aus Kunstseide, Sonnenbrille, Armeemuetze – sichere Zeichen von Autoritaet) durchaus bereit unsere Bikes ueber den Fluss zu bringen. Vor die Wahl zwischen Faehre oder Faehre entscheiden wir uns fuer letzteres und Aktzeptieren. Mit vereinter Kraft schaffen der Meister im Kunstseidenen Hemd und eine paar jugendliche Helfer unsere Bikes an Bord. Holzners innen zwischen Sitzreihen, meines auf den Bug, nur um danach Kartonweise Chinesisches Bier auf einer Seite des Bootes so lange aufzustapeln bis mir vor lauter Schlagseite einfaellt das man in Armeestiefeln (die ich zum Motorradfahren anhabe) nicht mal schwimmen kann. Doch Kunsteide versteht seinen Job und stapelt seine Helfer auf der anderen Seite bis der Kutter wieder grade liegt.

Kunstseide himself

Abladen
Das Abladen laueft genau ab wie das Aufladen, nur in anderer Richtung, allerdings bis auf meinen angehenden Herzinfarkt, der bleibt gleich. Als ob der Surrealitaet nicht genuege getan wird laeuft mir auch noch Bolin ueber den Weg, eine ehemalige Angestellte des Ginger Monkeys, die ich seit Monaten nicht mehr gesehen habe.
Mittlerweile geht es auf den Nachmittag zu und wir nehmen die letzten 50km zur Grenze in Angriff. Nach kurzen Verwirrungen (das GPS zeigt den Weg anders an als die Grenze eigentlich liegt) deutet uns eine Befragung eines einsamen Menschen auf einem Fahrrad den Weg (”Lao, there?” – Nicken). Ploetzlich stehen wir vor einer Huette um die sich ein paar mittelalte Herren in T-Shirts und Jogginghosen scharren, die sich ploetzlich als Grenzwaechter entpuppen. Nachdem sie sich noch einen Dollar fuer die Stempel haben geben lassen geht natuerlich der Zirkus los. Wir sollen irgendwelche Zettel aus irgendwelchen Bueros in Stung Treng bringen, sonst “no go Lao”. Wir wollen nicht. Genug damit gesagt das wir nach langen Verhandlungen und unnoetigem Zeitverlust schliesslich 10$ pro Bock und Nase zahlen und die Herren schliesslich ihre selbstgezimmerte Sperrholzschranke heben und uns durchlassen.

Die Grenze
Auf der Laotischen Seite sehe ich schon den naechsten Trubel vorraus und soll mich irren. Die zwei Grenzer machen sich sogar die Muehe ein paar Uniformhemden uebers fleckige Unterhemd zu ziehen, man fuehlt sich direkt willkommen. Wir zeigen unsere Visas, zahlen nochmal einen Dollar pro Pass und Nase (Riel werden gerne genommen, wir haben auch nix anderes) und stehen etwas verdutzt vor einem Matschpfad. Da es das einzige Strassenartige Objekt in Sichtweite ist und an einem Ende sich eine Schranke befindet, ist sowohl Richtung wie auch Strassenwahl klar. Aber seltsam, da sah es ja sogar in Kambodscha besser aus.

Die ersten Meter in Laos
Nach ein paar Kilometern treffen wir schliesslich auch auf eine richtige Strasse, doch ploetzlich stehen wir schon wieder vor einer Schranke. Der Zoll diesmal. Doch schon wieder verdutz mich ein Uniformierter indem er jede Gelegenheit verpasst uns Geld aus der Tasche zu ziehen. Wir stehen vor ihm auf Papierlosen Kambodschanischen Motorraedern, gucken dumm und sehen nach Geld aus. Was will er? “Your Passport, please!” Ich werde aus diesem Land nicht schlau!
Nach einigen weiteren Kilometern auch noch andere Unterschiede zu Kambodscha deutlich. Ausser uns gibt es kaum Verkehr, hoechstens alle 20 Minuten kommt einem mal irgendwer entgegen und wenn dann wirklich mal einer kommt dann faehrt er als haette er Fahren nicht an der Playstation gelernt, sogar Lastwagen und Busse bewegen sich auf der rechten Spur, im Gegensatz zu Kambodscha, wo Fahrer mit einem Fuss auf dem Gas und einem auf der Hupe durch die Weltgeschichte brummen.
Auch die Szenerie hat sich geaendert, am Horizont erblicken wir hohe Berge und statt Schweinen scheinen hier Ziegen das strassenbevoelkernde Tier darzustellen. Die Strasse allerdings verwandelt sich nach ein paar Kilometern in ein makelloses Asphaltband, das auch einem Schweizer Verkehrsfetischisten noch die Gaber im Fondueverschmierten Mund zusammenlaufen lassen wuerde, sogar sowas wie Alpengluehen bekommen wir geliefert.

Laotisches Alpengluehen
Trotz der schoenen Szenerie stehen uns noch 160km/h bevor. Das Ziel des Tages heisst Pakse, was wir auch mit Einbruch der Dunkelheit erreichen. Was es zu Pakse zu sagen gibt? Da muss man jemand anders fragen, ich sehe von der Stadt ein (schoenes) Hotelzimmer, eine Massage in der mir innerhalb von einer schmerzhaften Stunde der verbogene Ruecken wieder gerade gebogen wird – damit ich ihn mir am naechsten Tag wieder auf dem Bock verbiegen kann – und ein furchbares Fruehstueck (rote Wuerste aus der Hoelle) das nur durch den exzellenten Lao Coffee wieder gerettet wird.
Am naechsten Morgen machen wir uns auf die Suche nach einem Mechaniker. Die Honda meines Begleiters macht Zicken die ich auf den miesen Sprit in Laos schiebe. Hier hat man an der Tankstelle zwei Moeglichkeiten: Diesel (gelbliche Farbe) und Regular, auch genannt Gasoline (Cocktailkirschrot). Es wird kein Mechaniker gefunden und ich ziehe mich fuer ein anstehendes morgendliches Geschaefft ins Hotel zurueck, waehrend Humboldt noch mal auf Expedition geht. Nach Geschaeft und diversen Wartungsarbeiten (Kette oehlen, bedeutungsvolles Starren auf diverse Motorradteile, begleitet von ratlosen Kinnkratzen) kommt er schliesslich zurueck. Ein Mechaniker wurde gefunden, “Ein weiser Mann”, kommentiert mein Begleiter, “er hat Oel nachgefuellt.”
Dannach die Koffer gepackt und wieder auf die Blechesel geschwungen, Savannakhet heisst das naechste Ziel. Die Strasse bleibt unveraendert gut aber die Langeweile wird schlimmer und Abends angekommen beschliessen wir zu schummeln.

And on and on and… ZIEGE!
- Erstens sind sie nicht wirklich auf Reiskomfort gebaut, anders ausgedrueckt sind mir mittlerweile der Ansicht das sogar ein empfindlicher Affe es auf einem eher unkomfortabel geratenen Schleifstein doch recht bequem sitzt.
- Zweitens bietet sich hier eine eintoenige Abwechslung aus Langeweile und Adrenalin. Hoert sich komisch an? Man faehrt stundenlang bei dem immer genau gleichem Motorengebrumm eine praktisch schnurrgrade leere Strasse entlang. Immmer … bruumm … alles … bruumm … genau … brumm … gleich … ZIEGE IN DER SPUR!
Also haben wir beschlossen den Bus zu nehmen. Der Laotische Busfahrer ist ein technischer Tausendsassa und anscheinend ist es gar kein Problem ein 100kg Motorrad oben auf einem Reisebuss zu befestigen. Das hat uns zumindest grade ein Prachtexemplar (Boxershorts, Kickbox-Tattoos und dicke Oberarme) klar gemacht und fuer 20.50$ pro Nase, Bike und Gepaeck will er uns morgen die letzten 600km nach Vientiane schaffen.
Stay tuned!
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Phnom Penh’s groesste Pfuetze
buebo | Mai 31, 2006 9:42Irgendwann nachmittags in einem Internet-Cafe an Phnom Penhs Riverside, es war schon den ganzen Tag bedeckt und deutete auf Regen hin. Ploetzlich hoere ich Donner und weiss das es bald Regnen wird. Noch bevor ich mich entscheiden kann ob ich den Regen aussitzen, oder schnell die Fahrt nach Hause antreten will, kann ich ihn hoeren.
Ich sitze in einem Raum mit ca. 25 lauten Computern, 10 schnatternden Khmers, einer Amerikanerin die lautstark versucht ueber Internet-Telefonie ihren Boyfriend von irgendwas zu ueberzeugen und einer lauten Klimaanlage. All das geht nun unter in einem alles ueberdeckenden Rauschen. Ein Blick durch die Glastuer zeigt mir das es nicht nur regnet, es schuettet wie aus Eimern.
Die Verbindung wird immer langsamer und bricht bald ganz ab, was mich durch eine loechrigen Tunnel aus Markiesen in das Cafe nebenan treibt. Bei einer Cola und einer Zigarette schaue ich in den Waschmaschinen artigen Regen. Die Sichtweite kann nicht mehr als zehn Meter betragen, die Uferpromenade ist grade noch zu erkennen, dahinter verschwimmt der Fluss im Grau.
Ein knappe Stunde spaeter laesst der Regen langsam nach und der Heimweg wird zur realistischen Option, die ich kurzentschlossen antrete. Mein Weg fuehrt mich am koeniglichen Palast entlang, vorbei an der National Assembly, nach der ich in eine kleine Seitenstrasse einbiege, in der sich mein Haus befindet. Normalerweise eine Fahrt von fuenf Minuten, doch heute erwartet mich eine Ueberraschung.
Die Strasse vor dem Palast hat sich in einen Fluss verwandelt, der an die Palastmauern auf der einen Seite schwappt und sich irgendwo in der aufgeweichten Gruenflaeche auf der anderen Seite verliert. Der Regen hat sich mittlerweile in ein leichtes Nieseln verwandelt und so stehe ich am Ufer meines Heimweges und beobachte:
Jeeps und hohe Laster koennen durchfahren. In der Mitte des Sees steht ein Vertreter vom Kambodschas beliebtesten PKW, ein Toyota Camry, dem das schwarze Wasser bis zu den Tuergriffen reicht. Ein Laster faehrt vorbei und schickt eine Bugwelle bis ueber das Dach des Autos, die Alarmanlage beginnt zu heulen, doch niemand macht den Versuch das Auto aus der Bruehe zu holen.
Die Zahnraeder in meinem Kopf rasten ein und mein Entschluss steht fest, Immerhin bin ich mit meiner neuen Enduro unterwegs, einem Vehikel das die cleveren Ingenieure von Suzuki gebaut haben um Mutter Naturs Gemeinheiten zu trotzen, ein bisschen Wasser wird mich nicht aufhalten. Hoffe ich zumindest.
Meine Geheimwaffe ist der Buergersteig vor dem Royal Palace, der zwar fuer einen Camry zu schmal ist, mein Motorrad aber hoffentlich hoch genug bringt um die Suppe zu ueberwinden. Ich ziehe den Choke, starte die Maschine und mache mich im ersten Gang auf den Weg. Je weiter ich vordringe, deste hoeher steigt die Suppe. Zunaechst bis zu meinen Knoecheln, dann kriecht sie langsam an meinen Schienbeinen empor.
Ich lehne mich zur Seite um einen Blick auf den Motor zu werfen. Das Getriebe ist schon im Wasser verschwunden, der Zylinder ragt aber noch herraus, irgendwo ueber den Zylinder ist der Luftfilter. Sobald der statt Luft Wasser ansaugt habe ich ein Problem das auf den Namen Suzuki Djebel hoert und geschoben werden will, weil der Motor im wahrsten Sinne abgesoffen ist.
Davon trennen mich aber noch gute 50cm und ich befinde mich schon fast am tiefsten Punkt. Mit anderen Worten: Ich mache mir keine Sorgen. Ich sollte mich irren.
Ploetzlich sackt mein Vorderrad in ein Loch, noch bevor ich reagieren kann sackt auch mein Hinterrad ab und das Wasser steigt fast bis zum Tank. Der Motor blubbert dumpf unter Wasser, ich erschreckt mich, ziehe die Kupplung, der Motor stottert und stirbt ab.
Scheisse! Ich schaue mich um, links von mir ein kleiner Khmer, bis zum Bauchnabel im Wasser, er winkt, ich winke zurueck, rechts von mir eine Strasse. Natuerlich! Mein Loch war das Ende vom Buergersteig, also muss ich nur die Strasse ueberqueren und auf den naechsten Buergersteig kommen. Leider produziert der Starter nur ein gedaempftes Juckeln. Bin ich im Worst Case angekommen und kann mein neues Motorrad quer durch Phnom Penh zurueck zum Laden schieben, waehrend ich mich ob meiner eigenen Bloedheit mit einem Palmwedel geissele?
Ploetzlich daemmert es mir. Der Choke! Ich hebe mir das Geisseln fuer spaeter auf und lange in die dunkle Bruehe – immerhin stehe ich schon bis zum Schritt drinn – fummele etwas herum, ziehe erst einen Stock herraus, der in den Motor getrieben ist, finde schliesslich den Choke und druecke ihn wieder in die normale Position.
Ein weiterer Druck auf den Starter erweckt den Motor und meinen Glauben an die cleveren Gnome von Suzuki wieder zum Leben.
Auf der anderen Strassenseite vor mir hat sich ein Park in einem Sumpf verwandelt und ich merke wie sich mein Hinterrad durch den Matsch graebt. Vorbei an winkenden Kindern, durch die Suppe wadenden Moenchen, Motodops die rauchend auf ihren ueberfluteten Maschinen sitzen und mir spoettisch applaudieren, arbeite ich mich wieder aufs Trockene und schliesslich nach Hause.
Endlich angekommen, kann ich der Versuchung nicht widerstehen, schmeisse meine nassen Klamotten in eine Ecke, greife mir meine Camera, wechsele in meine Badehose und springe wieder aufs Motorrad.
Die Ueberschwemmung hat mittlerweile eine Volksfeststimmung hervorgerufen. In der Mitte spielen Kinder, bis zur Brust im Wasser, am Strassenrand steht eine grinsende Horde Menschen und schaut sich die Autos an, die das Wasser durchqueren oder durchqueren wollen. Mutige Fahrer, die zuegig durchfahren bekommen den erhobenen Daumen, ein Camry der versucht – fast schon am tiefsten Punkt angekommen – zu wenden wird abfaellig bewunken.
Ich helfe einem Schulmaedchen in Uniform ihren Scooter aus dem Wasser zu ziehen und bekomme ein schuechternes Laecheln und ein Ogkun (’Danke’) zur Belohnung. Was fuer seltsame Kreaturen diese Barrangs doch sind! Waehrend ich beginne Fotos zu schiessen, fragt mich ein vorbeilaufender Moench “You like Cambodia?”
“I love it!”, schnappt mein Mundwerk, bevor mein Gehirn einsetzt und ich einen Wai andeute. Der Moench lacht laut auf, bevor er sich an die korrekten Umgangsformen fuer offensichtlich verrueckte Barrangs erinnert und das Weite sucht.
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Cambodia in Pictures
buebo | April 30, 2006 10:29Ich bin mal wieder in Bangkok und will die schnellen Internetverbindungen hierzulande ausnutzen und nachdem ich in Kambodscha gut ein Gigabyte an Bildern gemacht habe, liegt doch nichts naeher hier mal ein paar der besseren vorzustellen. Auch wenn ich alles andere als ein begnadeter Fotograf bin, sagt ein Bild doch manchmal mehr als tausend Worte, sogar wenn es meine tausend Worte sind.
On the Road
Unterwegs kann man sich darauf verlassen ein paar der schoensten, aber auch seltsamsten Erlebnisse zu haben, die das Land zu bieten hat. National Highways schwanken zwischen asphaltierten Autobahnen und Matsch oder Staubpisten die pro Meter mehr Loecher als ein Schweizer Kaese haben, doch egal ob per Motorrad, Bus oder Boot, die Reise lohnt sich fast immer.
Angkor
Angkor Wat und die umliegenden Tempel sind weder mit Worten noch mit Bildern wirklich zu beschreiben, man muss sie gesehen haben und das moeglichst ohne von japanischen Reisegruppen ueberrannt zu werden…
Waehrend Angkor Wat selbst durch schon allein durch seine riesigen Dimensionen eindrucksvoll ist, waren die alten Khmer auch an anderen Orten fleissig und haben – ausser ein grosses Reich zu erobern – 500 Jahre lang kaum etwas anderes gemacht als Tempel zu bauen, so das man schon im Gegend von Angkor mehr Tempel sehen kann als man ueberhaupt
wollen koennte.
Zudem sind auch mitten im Dschungel immer wieder halb verfallene Heiligtuemer zu finden, solange man sich nicht vor boesen Kaefern, Schlangen und anderem Getier fuerchtet.
Land und Leute
Ohne bestimmte Ordnung ein paar Bilder die ich entlang des Weges geknippst habe.
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Cambodian Road Trip
buebo | April 15, 2006 16:21Ich sitze in Phnom Penh und frage mich was ich tun soll. Meine Bewerbungen haben ihren Weg in die Mailboxen diverser NGOs gefunden mit Antworten ist innerhalb der naechsten Tage wohl nicht zu rechnen. Das laesst mir viel Zeit und die Verpflichtung irgend etwas zu unternehmen, ich bin ja schliesslich nicht knappe zehntausen Kilometer um die Welt gerreist um mir den Hintern platt zu sitzen, Banana Shakes zu trinken und auf den Tonle Sap Fluss zu starren.
Eine Entschluss ist schnell gefasst, ca. 150km suedlich von Phnom Penh befindet sich Kampot und ca. 7km von Kampot entfernt befindet sich der Bokor National Park, einer der wenigen wirklich geschuetzten National Parks von Kambodscha und zudem einer der wenigen Berge in der Gegend. Reizvollerweise haben die Franzosen waehrend ihrer Zeit in Indochina oben auf diesen Berg eine kleine Siedlung gebaut, inklusive Kasino, katholischer Kirche (die ironischerweise einer der letzten Widerstandsnester der komunistischen Roten Khmer war) und einem Grand Hotel.
Der Entschluss ist der folgende: Ich werde mir frueh morgens ein Motorrad mieten, mein Rucksack auf den Gepaecktraeger schnallen, mein Helm auf meinen Kopf schnallen und gemuetlich die 150km nach Kampot fahren, mein Zeug in einem Guesthouse meines Vetrauens lagern und den Berg nach Kampot mit meinem Gelaendemotorrad besteigen. Ich hatte noch keine Ahnung was mich erwarten sollte…
Zunaechst stand das Organisieren eines Motorrads auf dem Plan. In Phnom Penh gibt es einen Haufen Motorradvermietungen, aber natuerlich ist nichts so einfach wie es zunaechst aussieht, denn die meisten dieser Motorraeder haben soviel mitgemacht, waehren sie Menschen muessten sie entweder vors Kriegsverbrechertribunal oder ins Altersheim und ich wollte nur ungerne mit einer zusammengebrochenen Enduro in der Kambodschanischen Peripherie stranden. Ich konnte mich schon mit den Pick-Up Fahrern um einen Transport nach Phnom Penh handeln sehen, nur um dann von einem gierigen Vermieter bis aufs letzte Piercing ausgezogen zu werden. Wo also bekommt man ein gutes Motorrad in einem Land, in das Maschinen zum sterben gehen? Mein erster Abstecher fuehrte mich zum Phnom Penh Bike Shop und ich war angenehm ueberrascht. Viele neue und gut aussehende Bikes. 22$ fuer den Tag und ich huepfe auf mein Motorbike-Taxi und bin auf dem Weg zum naechsten Laden. Angkor Motorcycles wollen fuer ihre Honda Baja 10$ am Tag. Ich mache eine Probefahrt, befinde den Motorensound fuer harmonisch und reserviere die Maschine fuer den naechsten Tag.
Morgens neun Uhr in Phnom Penh. Ich fahre grade am Flughafen vorbei und bin der Verzweiflung nahe. Langsam beginnen sich in meinem Kopf verschiedene Puzzle-Teile zusammen zu fuegen. Das Bar-Girl das mir bei einer Runde Pool ein Happy New Year gewuenscht hat. Der Betreiber meines Guesthouse der irgendwas ueber Crayz Traffic murmelte. Ich halte am Strassenrand und frage an einem Getraenkeladen – das heisst eine Frau im Besitz einer Kuehltruhe – “Today Khmer New Year?”. Sie nickt und mir wird einiges Klar. Fuer ihre Muehen kaufe ich eine Cola und ueberdenke meine Situation. Die Khmers feiern Sylvester und das heisst das sich jeder Khmer aus der grossen Stadt auf den Weg zu seiner Familie auf das Land macht. Das bevorzugte Transportmittel fuer diesen Weg sind grotesk ueberladene Mini-Busse. Fuenfzehn Leute innen und nochmal soviele auf dem Gepaeck, das wiederrum auf dem Dach liegt und alle fahren Pedal To The Metal. Was ein Spass! Natuerlich lasse ich mich davon nicht hindern, besteige meinen Feuerstuhl und mache mich auf den Weg.
Ich habe mit Leuten beim Tauchen gesprochen, die mir erklaert haben das sie, sobald ihr Kopf unter Wasser ist, zunaechst einen kleinen Panikanfall niederkaempfen muessen. Der Koerper sagt ihnen in einer Instinktreaktion “Du bist unter Wasser! Du kannst hier nicht atmen! Mach das du raus kommst!”. Sie muessen ihm dann erstmal vorfuehren das sie doch atmen koennen, irgendwann laesst die Panik nach und sie koennen sich entspannt absinken lassen. Mir geht es genauso und die ersten 30 Minuten meiner Fahrt haben sich als Kollage aus beinahe toedlichen Katastrophen in meinem Schaedel fest gesetzt. Zwei Minibusse in entgegengesetzter Richtung, ein dritter versucht zu ueberholen, ich sehe Aussenspiegel fliegen. Ein Laster draengt mich von der Strasse und zwingt mich zu einer Vollbremsung im Staub neben der Strasse, ich komme 30cm vor einem Getraenkestand zum stehen. Ein Schwein bekommt die Angst und rennt mir vor das Motorrad.
Nachdem ich mich langsam an das herrschende Chaos gewoehnt habe, sich mein Puls beruhigt und mein Adrenalinspiegel auf das Mass eines US-Marines im Vietnamesischen Dschungel abgesunken ist, beginnt die Fahrt langsam so auszuehen als ob ich auch irgendwann ankommen koennte, ohne ein Zettel am grossen Zeh. Zwei Stunden vergehen, ich habe 100km geschafft und bekomme langsam Hunger und will meinem Ruecken etwas Erholung goennen. Nun muss man wissen das man ca. alle 2km durch eine Ansiedlung kommt und in jeder Ansiedlung gibt es wenigstens einen Allzweckladen in dem man Getraenkeflaschen mit Benzin, Zigaretten und Essen bekommt. Erkennbar meistens an den Plastikstuehlen unter einem Baum oder einem Sonnensegel.
Ich halte also an und renne gegen die Sprachbariere. Niemand spricht Englisch und ueber mein Khmer brauche ich wohl keine Worte zu verlieren. Trotzdem viel Gegrinse, alte Maenner und kleine Kinder probieren meinen Helm an und bestaunen mein Motorrad. Zum Glueck beherrsche ich das universelle System um unnoetiges Darben zu verhindern. Zunaechst stellt man sich an die Kuehltruhe. Jemand kommt und oeffnet sie, man nimmt sich ein Wasser. Dannach stellt man sich in die Mitte des Etablisments und schaut sich an was die anderen Essen, man zeigt auf am leckersten aussehende Gerricht und dann auf sich selbst. Wahlweise kann man noch phantomimisch Ess-Staebchen zum Mund fuehren. Allseits freundliche Gesichter und Nicken signalisieren Verstaendniss, man setzt sich und wartet auf sein Essen. Wenn einem dannach ist kann man noch ein paar Zigaretten verteilen. Nach dem Essen zahlt man 5000 Riel (1,25$), wird mit Schulterklopfen verabschiedet und weiss das Pauschal-Touristen und Bus fahrende Backpacker ziemlich bedauernswerte Kreaturen sind.
In Kampot taucht das naechste Problem auf. Nachdem ich ein Guesthouse gefunden, geduscht, eine Zeit lang an die Decke gestarrt und darauf gewartet habe das sich Pulsschlag und Atmung beruhigen und der Schweissfluss nachlaesst, ist es vier Uhr nachmittags und damit zu spaet um den Berg zu besteigen. Ich bin in der Naehe vom Aequator und das bedeutet das man sich in einem Moment noch fragt ob das die Daemerung ist und man im nachsten schon in der Dunkelheit steht. Nicht unbedingt die idealen Bedingungen um einen Berg hochzufahren ueber den mal jemand gesagt hat “With a Motorbike? You’re a fool if you try this!” Die Fahrt wird also auf den naechsten Morgen vertagt.
Morgens schaffe ich es wirklich zeitig loszufahren und nehme fuer den Weg noch das kulinarische Erbe von Franzosisch Indochina mit – zwei frische Baguettes und etwas Kaese. Der Lonely Planet spricht davon das die Zufahrt in den Kampot National Park “marked by an elaborate interchange system” ist. Ich brettere ueber eine Strasse die in der Haupsache aus roten Staub besteht und halte die Augen auf nach besagten Interchange System, doch es laesst sich nichts finden. Nach einer knappen Stunde wird mir klar das ich wohl vorbeigefahren bin, schliesslich soll sich die Einfahrt sieben Kilometer westlich der Stadt befinden.
Ich fahre also wieder eine Stunde zurueck und finde nach etwas Sucherei und ein paar Befragungen der Locals schliesslich die Einfahrt. Ein von Schlagloechern durchzogener Weg auf dem kaum noch der urspruengliche Teer zu erkennen ist. Na danke Lonely Planet.
Nachdem ich den Park Rangern die obligatorischen 5$ bezahlt habe mache ich mich an den Aufstieg. Hell Yeah! Das ist wirklich Dirt Biking. Die letzten die den Weg repariert haben muessen die Franzosen gewesen sein, wahrscheinlich kurz nachdem sie einen Haufen Khmer damit umgebracht haben ihn durch den Dschungel zu schlagen. In der Hauptsache besteht er aus fast faustgrossen Kieselsteinen die eine eher schluepfrige Unterlage bilden, ab und an haben sich auch Wurzeln auf der Strasse breit gemacht. Links und rechts rueckt der Dschungel immer weiter herran und Helm und Brille bekommen einen Haufen neuer Kratzer durch herunterhaengende Aeste. Ich schaffe es mehrmals die Federbeine meiner Enduro in Schlagloechern bis zu einem dumpfen Aufsetzen zu treiben.
Irgendwann lege ich eine Pause ein. Mein Ruecken schmerzt von den staendigen Schlaegen gegen den Steiss und das urspruengliche Weiss meiner Enduro hat sich in ein matschiges Rot gewandelt. Ich meditiere darueber ob wohl Mensch oder Maschine zu erst nachgeben und geniesse dabei die Dschungegeraeusche. Ploetzlich hoere ich einen anderen Motor aus der Gegenrichtung. Um die Kurve biegen zwei Kambodschaner auf einem Motorroller, beide winken froehlich. Mensch und Maschine koennen wohl doch noch so einiges vertragen, wird mir klar.
Nach einer Stunde in der ich knappe 30 km und einen ganzen Haufen Hoehenmeter zuruecklege wandelt sich langsam die Flora von dichtem Dschungel in eher lichteren Wald, manchmal kann ich zwischen den Baeumen durchsehen und den Abgrund bewundern der sich neben dem Weg auftut, die Aussicht ist allerdings jetzt schon mehr als Beeindruckend. Neben mir erstrecken sich bis zum diesigen Horizont dampfender Dschungel und Reisfelder.
Schliesslich komme ich auf dem Berg an und bin mehr als Beeindruckt. Die ehemalige Franzoesische Siedlung hat sich in eine echte Geisterstadt verwandelt. Noch bin ich der einzige Tourist und kann ungestoert die Kirche, das Kasino und das ehemalige Grand-Hotel erforschen. Hier oben ist es deutlich frischer als im Tiefland und manchmal biege ich um die Ecke in einen dunklen Gang und fuehle einen kalten Hauch ueber meinen Nacken streifen. Gespenstische Atmosphaere, zu der die Einschussloecher in den Aussenwaenden das ihrige beitragen. Meiner Meinung nach ist die Bokor Hill Station einer der Must-See Plaetze in ganz Kambodscha, nicht nur wegen der Siedlung, sondern vor allem wegen der Aussicht.
Der Kambodschanische Sueden ist eine eher flache Gegend und so kann man von hier oben bis auf den Golf von Thailand schauen, waehrend sich unter einem Dampfschwaden ueber den Dschungel waelzen. Das sind die Momenten in denen mir wirklich klar wird, das ich in einer anderen Welt bin, die wirklich weit von zu Hause entfernt ist.
Nachmeinen Brot und Kaese Fruehstueck steige ich wieder auf mein Motorrad und bewege mich zur anderen Attraktion des Parks, dem Wasserfall. Nachdem ich mein Motorrad vorbei an einem “Parking Here” Schild, einem obligatorischen Minibus und ueber mehrere wackelige Holzbruecken manoevriert habe komme ich schliesslich an und sehe eine Khmer Pick-Nick Gruppe. Sie winken, ich winke zurueck. Ein Figur, die ich anhand von Pilotenbrill und Baseball-Cap als den Familienvater einstufe naehert sich mir und fragt “You like the Road?” Ich antworte das sie auf einem Motorrad ganz spassig ist und wir unterhalten uns, man bietet mir eine Cola an, ich revanchiere mich indem ich Kippen verteile und den Kids mein Motorrad vorfuehre. Dannach gehe ich noch eine Runde schwimmen und mache mich auf den Rueckweg.
Kurz vor dem Ausgang des Parks wird mir bewusst das mein Feuerstuhl seltsame Gerraeusche macht, die er nicht machen sollte. Irgendwas am Hinterrad klackert und schleift. Ich muss einen kleinen Anfall von Paranoia niederkaempfen, die Motorradvermietung hat meinen Pass als Geisel, ohne Pass keine Ausreise und wahrscheinlich werden sie mich zwingen ihnen drei neue Motorraeder zu kaufen weil ich durch meine Fahrweise das Herz des Chefs gebrochen habe, der sich nun aus Trauer um sein Motorrad zu Tode hungert. In einer Vision sehe ich mich mit einem Koffer voll Bargeld barfuss zur Vermietung kriechen. Doch oh Wunder, in der Stadt ist eine Werkstatt.
“Big Bike, Small Bike, Repair Everything”. Hoert sich gut an. Der Meister steckt bis zum Hals in einem Roller, krabbelt jedoch herraus als ich anhalte und gewaehrt mir eine Audienz. Ich versuche das Problem zu beschreiben “Grinding, like Klack! Klack!”. Er nickt wissend, verlankt den Schluessel und sagt ich solle warten, er haette noch wichtigeres zu tun. Im Internet-Cafe auf der anderen Strassenseite wird mir ploetzlich und schlagartige klar das ich grade aus Angst um mein Motorrad einem wildfremden Kambodschaner die Schluessel zu selbigen in die Hand gedrueckt habe. Die Tarantel sticht mich, ich springe auf und laufe rueber. Mein Motorrad steht am Strassenrand und der Schrauberguru steckt wieder bis zum Hals in einem anderen Motorroller. Er laesst mich eine Testfahrt machen, das Klacken ist weg und ich zahle einen Dollar.
Da das Nachtleben in Kampot bis auf einsame Englishlehrerinnen mit unterhaltungsbeduerfniss, gutem Essen in frueh schliessendenden Restaurants und grossen Flaschen Angkor Beer nichts zu bieten hat, berreitet der morgendliche Aufbruch nicht viel Probleme. Im Gegensatz zum Hinweg sind auch nur halb so viele Minibusse unterwegs und nachdem sich mein Fahrmodus wieder auf staendige Bedrohungen und voellig irrationale Fahrweise aller anderen eingestellt hat, bin ich in der Lage eine gute Geschwindigkeit vorzulegen.
Ungefahr 70km vor Phnom Penh entschliesse ich mich zu einer Pause am Strassenrand. Eine Gruppe Jugendlicher taucht auf und – Oh Wunder! – einer spricht sogar englisch. Waehrend seine Kumpels sich damit beschaeftigen unter lauter Unterhaltung jeden Knopf am Lenker einmal zu druecken unterhalten wir uns etwas. Er erklaert mir das er auf sein Taxi nach Phnom Penh wartet, wo er einen Job als Strassenhaendler hat. Eigentlich hat er mal Englische Literatur studiert, aber seine Familie kann die Uni nicht mehr bezahlen. Ich denke mir, was zur Hoelle, Zeit auchmal freundlich zu sein. “You want a ride?” Grosses Gelaechter, ich mache klar das es kein Scherz war, er springt hinten auf und wir machen uns auf dem Weg.
Unterwegs erklaert er mir das er ein gutes Guesthouse kennt. Ich bin mistrauisch, aber berreit es mir anzuschauen. Schliesslich stellt sich raus das es das Guesthouse seiner Mutter ist. Nachdem wir uns durch den Stadtverkehr geschlaengelt haben stehen wir vor einem wirklich grossen Guesthouse, Zimmer mit Kablefernsehen und sogar heissem Wasser. Weil ich ihren Sohn wohlbehalten abgeliefert hat, will mir die Mutter das Zimmer fuer sieben Dollar geben. Leider ist es etwas weit ausserhalb und ich habe mein Motorrad schon ein Tag ueberzogen und muss es bald abliefern. Nach Haendeschuetteln und vielen Thank Yous bin ich wieder auf dem Weg, diesmal zur Motorradvermietung. Sie haben zu. Happy New Year!
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Shopping in Bangkok
buebo | März 28, 2006 12:44Wenn ich zu Hause in Frankfurt shoppen gehen, ist das meist eine Erfahrung die ich lieber nicht gemacht haette. Ich gehe aus dem Haus, bewege mich in Richtung der Zeil und bin ab dem Punkt genervt, ab dem ich angekommen bin und mich entscheiden muss in welchen Laden ich nun gehe und was ich wo kaufen will.
Danach kommt der Part, den ich am wenigsten mag. Nachdem die entscheidung getroffen ist, betrete ich ein Geschaeft, wuehle mich durch die Ware, wundere mich warum alles so teuer ist und werde schliesslich von einem Verkaeufer angesprochen. “Kann ich ihnen helfen?” fragt er mich und meint doch eigentlich “Warum stoeren sie?”.
Hier ist das alles anders, so das Shoppen gehen sogar jemanden wie mich ansprechen kann. Zunaechst mal sind die Shopping Center schon anders. Geht man z.B. in Bangkoks M.B.K. hat man nicht einen grossen Komplex mit zehn Laeden, sondern eher eine Mehrstoeckige Markthalle in der alles Verhandlungssache ist.
Das Angebot ist nicht nur unueberschaubar, koennte man es ueberschauen wuerde man wahrscheinlich durchdrehen. Ich bin der festen Ueberzeugung das man im M.B.K. einen Elefanten kaufen kann, wenn man sich nur lange genug durchfragt. Mindestens wuerde man jemanden finden der einen Elefanten vermitteln kann. Wahrscheinlich zu einem Discount-Preis wenn man auch noch einen Affen nimmt der den Elefanten reiten kann.
Darueber hinaus schaetze ich Thailands ungezwungene Einstellung zu Plagiaten und Raubkopien. Ich habe mir sagen lassen das einmal im Jahr ein hoher Thailaendischer Politiker mit einer Dampfwalze ueber einen Haufen Plagiate und Raubkopien faehrt um zu demonstrieren wie die offizielle Politik aussieht. Das ist sicher eine beeindruckende Geste wenn man sie sieht. Dannach kann man dann in den Panthip Plaza fahren und sich fuer 100 Baht Photoshop oder iLive kaufen, bevor man sich auf dem Nachtmarkt von Patpong noch eine Omega Seamaster zulegt. Falls das alles nicht mehr in den Koffer passt gibts im M.B.K. auch nette Samsonite Hartschalenkoffer zu Discount Preisen.
Ich weiss nicht ob schon mal jemand in einem Karstadt oder Hertie was gegessen hat. Ich habe und weiss welche Schuhsohlen man dort als Schnitzel vorgesetzt bekommt. Noch etwas das hier anders – und besser – ist. Thailand ist ein Land in dem man gar nicht anders kann, als gutes Essen zu sich zu nehmen ob man nun fuer 50 Cent Nudeln an der Strasse oder fuer 10 Euro Seafood verspeisst und die Einkaufscenter machen da keine Ausnahme. Das wissen uebrigens auch die Thais, so das beliebteren Staende im Foodcenter des oefteren am fruehen Abend schon ausverkauft, oder vielmehr leergefressen sind.
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Faschisso on de Eilaendisso
Holzbaer | März 13, 2006 16:38Nach den Widrigkeiten des gestrigen Tages ging es heute steil bergauf, meinem Fuss gings viel besser, sogar ein kleines Taenzchen war drin, dannach Fruehstueck und auf den Bock. Heute in getrennten Wegen da Groucho… aeh Buebo heute Unikram zu erledigen hatte. Also ich alleine um die Insel, einsame Straende erkundet, eingekauft, in einem Thaikrankenhaus fuer Verwirrung gesorgt (wollte wissen obs Gratisbehandlung fuer Touris gibt, sprachen aber kein Englisch) und mich durch die Widrigkeiten des Verkehrs gekaempft. Nur meine Kutte bewahrte mich vor brennender Sonne und faustgrossen Kaefern mit Ueberschallgeschwindigkeit.
Fuers Abendessen gabs Shrimps aus dem Tesco, ein ganzes Kilo, zubereitet vom Local Restaurant ganz nach dem Geschmack der beiden Gentleman, die neben leeren Flaschen auch noch eine Riesensauerei zurueckliessen und mit Prawn geschwaengerten Baeuchen den Heimweg antraten. Desweiteren darf auch die SkaBar nicht unerwaehnt bleiben in welcher wir gestern auf ein paar Bissos und ne Runde Pool abgestiegen sind. Pooltables hier glaenzen durch vielerlei Unannehmlichkeiten wie kleinen Pfuetzen, Loecher wo keine sein sollten und anderwertigen Gefahren fuer praezieses Spiel, wie wir es gewohnt sind. Nach mehreren Jump-Shots von Buebos Seite kam endgueltig Minigolf Stimmung auf. Jetzt gehts Heim, wohnen heute am direkt am Strand, wo schon ein paar Eisgekuehlte Chang-bissos auf uns warten
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All Hail To The Farrang oder ein Tag voller Vorurteile
buebo | März 12, 2006 14:58Wir sind gestern auf Koh Samui angekommen, einer kleinen Insel in Thailands Sueden. Die ganze Insel ist sehr paradisisch und gemeinhin Thailands Honey-Moon Paradies. Dementsprechend sind hier auch recht viele Touristen am Start. In jeder zweiten Kneipe kann man Deutsch hoeren und in den restlichen tummeln sich die Britten. Unsere erste Amtshandlung war uns Motorraeder zu mieten und uns in den Verkehr zu stuerzen.
Waehrend ich in Bangkok nicht im Traum daran gedacht haette irgendetwas ohne dicke Knautschzohne und Vollkasko mit Idiotenbonus durch den Verkehr zu bugsieren, laesst es sich hier ganz gut auf der Strasse ueberleben.
Der Thailaendische Verkehr hat allerdings auch hier einen gewissen irren Faktor. Die Strassen sind einspurig in jede Richtung, mit einer Art Standstreifen auf jeder Seite, der zur haelfte von Sand bedeckt ist. Auf diesem bewegen sich langsamere Fahrzeuge, Tiere, fahrbare Haendler, Menschen und allerlei anderes Gezuecht. Trotzdem wird er rege von allen moeglichen Fahrzeugen benutzt. Mit unseren 250er Enduros gehoeren wir hier zu den schnelleren Verkehrsteilnehmern und koennen damit – je nach Verkehrslage – auf Standstreifen oder Gegenfahrbahn ueberholen.
Die Thais haben hoechst unterschiedliche Fahrstile, die sich wohl hauptsaechlich am moeglichen Schaden orientieren. So sind Laster meistens voellig unbekuemmert und ueberholen auch mal auf der Gegenfahrbahn einen PKW. Motorrad-Fahrer – und hier sitzt zu jeder gegeben Zeit mindestens die Haelfte der Bevoelkerung (Kinder eingeschlossen) auf einem knatternden und spukenden Feuerstuhl – sind dagegen sehr aufmerksam und legen eine durchaus dynamische Fahrweise an den Tag. Die einzige Ausnahme sind die Mini-Bus Fahrer. Dies sind die irrsten Motherfucker die Gott in seiner Weisheit jemals erschaffen hat. Sieht man um Rueckspiegel einen Mini-Bus herrannahen kann man nur noch beten. Da sie rundum getoehnte Scheiben haben, konnte ich noch keinen Fahrer sehen, aber der Fahrstil laesst eigentlich keinen anderen Schluss zu als das hier auch nach Yabba suechtige Gorrillas mit Vorstrafenregister Fahrer werden koennen.
Es hat alles eine gewisse Unvorherrsehbarkeit. Man sitzt beispielsweise auf seinem eisernen Ross, faehrt mit einer flotten Fahrweise unter den Palmen dahin, ueberholt ein paar Autos, je nach Lust und Laune rechts oder links. ploetzlich sieht man etwas im Rueckspiegel herrannahen und schliesslich gleichaufziehen. ein chinesischer Scooter, beladen mit einer dreikoepfigen Familie schert links aus, zieht an einem vorbei, wechselt auf den Standstreifen der Gegenfahrbahn und verschwindet in einer kleinen Gasse. Blinker wird uebrigens nur selten benutzt.
Doch nun zu den Vorurteilen. Wie schon erwaehnt haben wir uns zwei Enduros gemietet. Mittlerweile sind es zwei Honda XR 250. Holzbaer hatte vorher eine andere. Doch da Oel ausgelaufen ist hat er sie umgetauscht. Laut der Lady in der Vermietung ist das normal, waere auch nicht schlimm, sie fuellen ja immer neues rein. Ein Kennzeichen hatte sie auch nicht.
Heute wollten wir unseren grossen Motorrad-Tag machen und ein paar Berge erklimmen, laut Reisefuehrer sollte die Aussicht vom Doi Thai sehr schoen sein, die Strasse allerdings wurde nur fuer erfahrene Fahrer empfohlen. Genau unser Ding. Nach etwas Suchen und nach dem Weg fragen, fanden wir schliesslich eine Strasse in die Berge, die bald in eine ungepflasterte Piste ueberging, Spurrillen von ca. 20 cm Tiefe, ein steiler Anstieg und viele Schlagleocher versprachen ein hohes Fahrvergnuegen.
Wir kamen ca. 250 Meter weit. Ich blieb schon auf den ersten 50 Meter in einer Rinne haengen und versuchte mit durchdrehendem Hinterrad, gutem Zureden, Schieben und schliesslich deftigen Fluechen meine Enduro wieder flott zu machen. Holzbaer bog in eine Einfahrt auf eine Baustelle ein und musste umdrehen. Auf dem Weg zurueck geriet er mit dem Voderrad in eine Rinne, das Vorderrad blockiert, ein verdutztes Gesicht. Staub.
Als sich die Wolke legt sehe ich ihn unter seinem Bock liegen. Ich selbst stecke in der naechsten Rinne fest, kann nicht vor und nicht zurueck und ueberlege ob ich meine Miet-Maschine hinschmeissen und damit Schadensbonus riskieren oder lieber weiter versuchen soll aus den Bock aus dem Dreck zu schieben.
Holzbaer ruehrt sich wieder, krabbelt unter der Maschine raus, ich bekomme meine wieder flott und wir machen Bestandsaufnahme: Ein paar Schuerfwunden, eine Schnittwunde am Ellenbogen und jede Menge Gemecker. Der Reisefuehrer raet ab davon in kurzen Hosen und ohne Jacke Motorrad zu fahren. Danke Reisefuehrer.
Im naechsten 7-Eleven Supermarkt wird die Wunde mit Mekong Whisky desinfiziert, wieder ausgiebig gemeckert und dann die Pharmacy angesteuert wo Holzbaer von zwei freundlichen Ladys verarztet wird.
Ich bin heute natuerlich auch nicht klug geblieben. Nachdem ich mich gestern mit ein paar Thai-Red-Bull und Chang Beer Unterhemden eingedeckt habe, gabs fuer mich natuerlich keine andere Motorrad-Bekleidung. Es fuehlte sich herrlich in den luftigen Klamotten unter zwischen den Palmen umherzukurven. Da es hier auch kaum Ampeln gibt faehrt man die ganze Zeit, der Wind weht, alles ist cool. Um den Mittag – noch vor unserem Abstecher in die Wildniss – suchten wir uns ein neues Guesthouse und da ich mich ziemlich geschafft fuehlte legte ich mich lang, waehrend Holzbaer sein Bike umtauschen ging.
Ich wache auf, jemand ruettelt an der Tuer. Holzbaer kommt rein. “Alter, du siehst ja scheisse aus. Total verbrannt.” Jetzt ziehrt die originale Touri-Hummerroete in Unterhemdenform meinen Oberkoerper. Never mess with the Thai-Sun.
Nun trage ich fuer die naechsten Tage erst mal Jeans-Jacke bzw. Turbo-Kutte.
Meine Kamera hat leider etwas Sand geschluckt, deswegen konnte ich noch keine Fotos machen. Sobald ich das gefixt habe gibt’s neue Bilder.
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Elvis von Bangkok und Schrecken auf dem Highway
buebo | März 10, 2006 9:42Bangkoks beruehmtes Rotlichtviertel hat neben den Maerkten fuer Touristen und den vorherrsehbaren Attraktionen auch noch eine ganz besondere Sehenswuerdigkeit zu bieten. Den King!
Wir machen uns also auf den Weg von Chinatown nach Patpong, die bequemste und kostenguenstigste Option ist das Taxi. Tuk-Tuks verlangen dagegen meist reine Fantasie-Preise, waehrend man im Taxi (mit eingeschaltetem Taximeter sehr kostenguenstig faehrt – 20 Minuten Fahrt kosten ca. 60 Baht was ca. 1,50 Euro entspricht). Unterwegs halten wir auf der vierspurigen Strasse – irgendwo im Nirgendwo – an einer Ampel. Ploetzlich stoesst Tobias neben mir einen Schrei aus und auch ich erschrecke mich. Durchs Seitenfenster starrt uns ein kleines Gesicht an. Ich realisiere das neben dem Taxi ein Kind steht. Als wir keine Anstalten machen den Inhalt unserer Geldboersen aus dem Fenster zu werfen verschwindet der Kleine. Der Fahrer lacht, die Ampel springt auf Gruen und wir sind wieder unterwegs. Mein Begleiter mimt den erfahrenen Asiaten und sagt beilaeufig: “In Kambodscha wird das noch viel schlimmer.” Wir sind ja schliesslich Profis.
Danach stand Elvis auf dem Programm. In einem relativ teurem Schuppen in Patpong tritt der Thailaendische Elvis auf und laesst so Hits wie “Shake, Rattle and Roll”, “Viva Las Vegas” und natuerlich “In the Ghetto” vom Stapel. Den Gesang hat er richtig drauf und nach den hiesigen Masstaeben sind auch die Taenzerinnen die bei den rockigen Songs ihren Salat schuetteln nicht von schlechten Eltern. Es gibt Choreographie! Allerdings hat jede ihre eigene.
Schlimm wirds wenn Elvis versucht seine Message an den Mann und die Frau zu bringen. Ich habe mich mittlerweile ganz gut an das Thenglish hier gewoehnt, aber den King… Keine Chance. Muss wohl die Sprache des “Kingdom of Rock’n'Roll” gewesen sein.
Heute Abend fahren wir nach Koh Samui, eine Insel im Sueden von Thailand, wo wir planen viel zu schwimmen, zu tauchen und die Full Moon Party zu verwuesten.
Anbei noch ein paar neue Bilder, von Elvis, der Aussicht vom River View Guesthouse und dem Bayoke Tower und natuerlich Holzners Spass mit der hiesigen Hundebevoelkerung.
Bis dann,
der Profi
Sobald ich noch eine Gelegenheit finde einen Film DivX zu codieren, gibts den King auch noch in Action zu sehen.
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Chinatown, What Pho und warum ich den Fluss liebe
buebo | März 9, 2006 9:25Nachdem ich gestern rigeros eine neue No-Alc Politik durchgesetzt habe, ging das Aufstehen heute Morgen etwas leichter von statten. Zudem haben wir unseren Wohnsitz vom Touristenzentrum in der Khao San Road, nach Chinatown verlegt.
Chinatown in Bangkok? Ganz richtig, in Bangkok leben ein ganzer Haufen Chinesen, die meisten davon in Chinatown. Hier sieht man weniger fahrende Insektenhaendler (die in den Thai-Vierteln z.B. geroestete Schaben, Heuschrecken und andere Spezialitaeten an den Mann und die Frau bringen) dafuer haengen in den Schaufenstern mehr Enten und anderes Federvieh. Vogelgrippe here we go! Da ich aber mich die ersten Tage schon von Strassenhaendlern ernaehrt habe, lasse ich mich von einer lumpigen Grippe nicht mehr schrecken und werde nachher noch genuesslich Ente verspeisen.
Chinatown ist uebrigens eine echte Sehenswuerdigkeit. Die Gasse zum River View Guest House – in dem wir zur Zeit residieren – ist gesaeumt von Werkstaetten oder Schrotthaendlern (fliessende Grenzen) in der offenen Hallen sich bis unter die Decke Motoren stapeln. Waehrend die Bangkoker Luft eigentlich ein eher rusiges Aroma hat, riecht es hier mehr nach Schmieroel. Die Strassen sind auch enger und verwinkelter. Die ganze Atmosphaere laesst mich an eine Chinesische Interpretation von Blade-Runner denken. Unwillkuerlich erwarte ich das gleich ein Selbstgeschweisster Roboter um die Ecke gequitscht kommt.
Nach einem Fruehstueck auf der Dachterrasse des Hotels (uebrigens das einzig guenstige in Bangkok mit Flussblick – nebenan stehen Oriental, Hilton und andere Nobelbehausungen) haben wir uns dann auf den Weg nach Wat Pho gemacht. Zur naechsten Faehrstation muss man sich durch die verwinkelten Gassen von Chinatown bewegen. Neben der Strasse Berge aus Schrott, Kurbelwellen die aussehen wie aus einem Laster und anderen Motorteilen. Mittendrinn spielende Kindern, Maenner hantieren mit Schweissgeraeten und natuerlich ueberall die allgegenwaertigen Tuk-Tuks und Moppeds.
Dannach die Fahrt ueber den Fluss. Die Faehren sind definitiv die angenehmsten Verkehrsmittel in Bangkok. In Taxis stellt der Fahrer, sobald man mal mehr als 10 Sekunden steht – und das ist andauernd der Fall in Bangkok - sofort irgendwas an der Klima-Anlage um, so das man entweder schwitzt oder friert. Zudem Machen einem die dauernden Wechsel auf die Gegenfahrbahn Angst. Tuk-Tuks sind horrend teuer und Motorbike Taxis zwar ein Nervenkitzel, dafuer aber eher unbequem und auch recht gefaehrlich. Auf dem Fluss dagegen weht ein frischer Wind, man kann sich die Stadt aus einer neuen Perspektive anschauen und hat seine Ruhe vor Bettler, Strassenverkaeufern und Tuk-Tuk Fahrern auf Trottel-Suche.
Wat Pho ist definitiv einen Besuch wert. Star der Tempelanlage ist ein liegender Buddha von 45 Meter Laenge. Die Statue soll den grossen Meister kurz vorm Eingang ins Nirvana symbolisieren. In die Fuesse eingelassen sind Perlmut-Einlagen die bestimmte Tugenden bezeichnen.
Anschliessen habe noch versucht ein paar der besseren Fotos rauszusuchen die bis jetzt entstanden sind. Alles in bunter Mischung ohne bestimmte Reihenfolge.
So far.
buebo
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