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Burma – fight the Power!

buebo | September 28, 2007 9:13

Ich beobachte die Entstehung ein Kunstwerks. Langsam und mit fast majestaetischer Wuerde faehrte ein Stift ueber Papier, ein Zeichen entsteht. Der Kuenstler, eben noch ein unsicherer und nervöser Mann mittleren Alters wirkt entspannt. Sein Gesichtsausdruck spiegelt die Leere eines Zen Buddhisten in tiefer Meditation wieder, es scheint als habe die Welt für ihne aufgehört zu existieren.

Ich verlagere mein Gewicht unruhig vom rechten auf den linken Fuß, räuspere und kratze mich am Kinn und frage mich wann der alte Zausel endlich mit seinem Mist fertig ist. Wir befinden uns am Flughafen in Bangkok, ich bin – wie immer – spät dran und wie es scheint hat das koreanische Ehepaar vor mir ihre Departure Card nicht einmal ansatzweise ausgefüllt, was sie jetzt direkt am Tisch des Grenzers nachholen und damit alle anderen aufhalten, egal ob einem nun schon drei mal der Final Call für den eigenen Flug aus den Lautsprechern entgegen geschallt ist.

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By the old Moulmein Pagoda, lookin’ lazy at the sea,
There’s a Burma girl a-settin’, and I know she thinks o’ me;
For the wind is in the palm-trees, and the temple-bells they say;
Come you back, you British Soldier; come you back to Mandalay!
Come you back to Mandalay,

Where the old Flotilla lay;
Can’t you ‘ear their paddles clunkin’ from Rangoon to Mandalay?
On the road to Mandalay,
Where the flyin’-fishes play,
An’ the dawn comes up like thunder outer China ‘crost the Bay!

Mandalay, ein bisschen der Grund warum ich ueberhaupt nach Myanmar gekommen bin. Ich weiss nicht warum. Den Robbie Williams Song kenne ich nicht, das Gedicht von Kippling auch nicht und konkret etwas unter dem Namen vorstellen konnte ich mir auch noch nie. Trotzdem war mein erster Gedanke, als sich die Reise nach Myanmar langsam abzeichnete: “Du kannst nach Mandalay fahren”. Ich konnte mir keine exotischere Stadt vorstellen.

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Nach der Busfahrt sacke ich ziemlich erschoepft im Hotelzimmer zusammen und versuche erstmal zu schlafen, leider immer wieder unterbrochen von Stromausfaellen. Unser Guesthouse-Besitzer hatte uns schon gewarnt das immer wieder der Strom ausfallen wuerde. Das ich mir erstmal im Dunkeln mein Bein am Bett anhaue und weder Ventilator noch Klima-Anlage funktionieren finde ich weniger schlimm. Nur jedes Mal wenn der Strom wieder angeht springt die Anlage mit einem asthmatischen Roecheln und Husten an, das mich zuverlaessiger als jeder Wecker aus dem Schlaf holt.

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Wir – das sind immer noch Vroni, Sven und meine Wenigkeit – beschliessen von Yangon den Bus nach Pyay zu nehmen, das ungefaehr auf halber Strecke zwischen Yangon und Bagan liegt. Bagan ist so etwas wie Angkor Wat of Myanmar, also ein Dorf rund um ein Haufen Tempel, aber leider 18 knallharte Bus-Stunden von Yangon entfernt. Pyay liegt geographisch ziemlich in der Mitte.

Wir lassen uns also von unserem Guesthouse per Taxi fuer gigantische 7000 Kyat zur Bus Station transportieren um dannach fuer 4000 Pro Nase den Bus zu nehmen. Asiatische Preise werde ich wohl dieses Leben nicht mehr verstehen…

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Drei Tage in Yangon

buebo | September 2, 2007 14:27

Wieder mal so ein frueher Air Asia Flug. Ich weiss nicht woran es liegt, aber scheinbar starten Fluege frueher, je guenstiger sie sind. Air Asia ist so ziemlich die guenstigste Flug-Gesellschaft in Thailand also quaele ich mich um halb fuenf Uhr morgens in Bangkok aus dem Bett um nach Yangoon zu fliegen, komme trotzdem noch fast zu spaet und muss schliesslich im Schweinsgallop durch den Flughafen traben. Zum Schluss warte ich natuerlich doch wieder dreissig Minuten vor dem Gate auf den verspaeteten Flug.

Eigentlich sollte ja alles ganz anders laufen. Eigentlich wollte ich ueber Land nach Myanmar reisen. Die Physischen Strapazen des durchschnittlichen Ueberland-Trips in Sued-Ost Asien koennen einen in genau die richtige Stimmung versetzen um ein neues Land kennen zu lernen. Doch kurz vor der Grenze bemerke ich das mir jemand meine Traveller Cheques geklaut hat. Ich frage mich kurz wer daemlich genug ist Traveller Cheques zu klauen, aber 100 Euro in Bar liegen zu lassen. Nun muss ich jedoch nach Bangkok zurueck um neue Cheques abzuholen und will nicht wieder zurueck nach Nord-Thailand. Also sitze ich nun halb im Wachkoma im morgendlichen Air Asia Flug nah Yangoon.

Asiatische Flughaefen werden von den verschiedenste Charakteren bevoelkert. Stoerrische Zollbeamte, zu zuvorkommende Koffertraeger, aufdringliche Taxi-Fahrer und immer – aber auch immer – Schlepper fuer Hotels und Guesthouses. Yangoon ist da keine Ausnahme und so dauert es nicht lange bis mich der erste anspricht ob ich denn schon ein Hotel haette. Eigentlich will ich abwinken, aber sein Laden wird im Reisefuehrer als gut und er macht einen freundlichen Eindruck. Was soll’s? Nicht nur befinde ich mich irgendwo zwischen Schlafwandel und Wachkoma, sondern ich spare mir auch die Verhandlung mit den Taxi-Fahrern. Ich quetsche mich also zusammen mit einer amerikanischen Familie die alles ‘amazing’, ‘wonderfull’ und ‘fantastic’ findet in ein uralten Japanischen Kleinbus und fahre Richtung Yangoon, einer Stadt die sich wirklich als anders herrausstellen soll.

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