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Ein ruhiger Donnerstag Abend im Ginger Monkey. Ein paar Regulars vor dem Tresen, euer treuer Berichterstatter dahinter. Business ist eher maessig, was mir ganz gut passt. Einerseits komme ich nicht ins Schwitzen wenn ich alle viertel Stunde mal eine Dose Bier aus dem Kuehlschrank fische, andererseits macht der Laden sowieso am naechsten Tag zu, so das ich mir um das laengerfristige Geschaeft nun wirklich keine Sorgen mehr machen muss.

Warum macht der Ginger Monkey zu? Lange Geschichte. Die kurze Version geht in etwa so: Der urspruengliche Besitzer ist bei einem Wohnungseinbruch erstochen worden. Die Details sind natuerlich unklar. Die Menschen die den Monkey weiter betrieben haben, sind eher lustlos und ohne den urspruenglichen Besitzer fehlt der Kneipe auch Herz und Seele, wobei die Erblage kompliziert ist und keiner der jetzigen Besitzer sich in absehbarer Zeit in Phnom Penh blicken lassen wird.

Persoenlich finde ich das natuerlich schon schade, aber auf der anderen Seite stehe ich sowieso schon mit einem Fuss im grossen Motorbike-Trip. Mein Fuss sinkt auch gleich etwas Tiefer ein als eine bekannte Stimme ertoehnt. “Du Schwein!”, schallt sie und der grosse Humboldt tritt durch die Pforten des Etablisments.

Nachdem wir ein paar Tage in Phnom Penh verbracht haben und der Grosse Humboldt durch reinen Entdeckerdrang herausgefunden hat das man im Naga Casino – so ungefaehr der kitschigste Ort an dem ich bis jetzt war, komplett mit Indoor Wasserfall und an die Decke gemahltem Himmel – beim Roullette Spielen Freibier bekommt, ging es wieder auf die Strasse um mal ein letztes Mal alles auszuprobieren, die Bikes zu checken und generell zu schauen wie alles so von statten geht.
Ergebniss: Eigentlich ganz gut, vor allem fuer asiatische Verhaeltnisse. Mein Ruecklicht verabschiedet sich bis auf weiteres (es brennt nur bei Tag, dann aber unentwegt), dem grossen Humboldt fallen nach 10km die Sohlen von den Stiefeln (”Mista! Mista! Good Boot! From Thailand!”) und es stellt sich die Frage wieviel Staub man eigentlich schlucken kann.

Am ersten Tag fuehrte uns die Strasse nach Kampot. Eine nette Strecke, auch wenn ich sie bestimmt schon fuenf mal abgefahren habe. Nach einer Uebernachtung geht es in den Bokor National Park und hoch auf die Hill Station (siehe letzter Bericht). Die Strasse ist noch schlechter Geworden und die Rinnen in der Mitte noch tiefer und ich frage mich wie man den Trip auf der Ladeflaeche eines Pickup-Trucks gesund ueberstehen kann. Teilweise bleibe ich mit dem Hinterrad in Steinrinnen haengen und muss die Maschine selbst rauswuchten. Trotzdem gerate ich in eine leicht suizidale Abenteuerlust und rase den Berg hinauf ohne auf Matsch, Geroell, Aeste und gesunden Menschenverstand allzuviel Ruecksicht zu nehmen – wofuer ich spaeter die Quittung bekomme: Meine Arme schmerzen durch das Geruettel so stark das ich sie fuer den Rest des Abends kaum bewegen kann.

Oben angekommen faengt es natuerlich an zu regnen und wird ziemlich frisch. Nach einer Suppe bei den Park-Rangern und einer Unterhaltung mit einem Tourist Guide machen wir uns wieder auf den Weg hinab, diesmal folge ich dem motorisierten Humboldt um nicht auf nassem Geroell in einen wahnsinnigen Fahrstil zu verfallen.

Im Ausgang des Parks ereignet sich noch mein erster Kambodschanischer Motorradsturz. Ich ziehe die Frontbremse, das Vorderrad blokiert und ich lande im Matsch. Schaden: Gedellter Stolz, der durch das meckernde Gelaechter des haemischen Humboldts auch nicht besser wird. Dieser sollte es im uebrigen spaeter schaffen zwischen Casino und Guesthouse in Phnom Penh sowohl Kupplungs wie auch Bremshebel an seiner Maschine abzubrechen…

Am naechsten Tag machen wir einen Abstecher in Richtung Sihanoukville ueber eine sehr malerische Strasse um vor der Kueste auf den flachen Hochgeschwindigkeitshighway Richtung Phnom Penh abzubiegen. Die Highway ist wahrscheinlich der beste in ganz Kambodscha und so koenen die Motorraeder mal alles geben (120km/h – nicht schlecht fuer ein Land in dem 150km/h auch mal 8 Stunden dauernd koennen) und wir fliegen Richtung Phnom Penh.

Auf dem Weg sehen wir eine Abzweigung nach Koh Kong, eine Stadt an der Thailaendischen Grenze. Wir wissen das wir uns irgendwie in der Naehe vom Meer befinden und probieren die breite Dirt Road aus. Vielleicht gibt es ja irgendwo Seafood. Die Aussicht ist sehr schoen, die Strasse ganz gut, aber stellenweise sehr matschig. Ich treffe natuerlich mit gewohntem Geschickt die tiefste aller Matschpfuetzen und bekomme die volle Ladung ab. Nach etwas Fahrerei halten wir schliesslich in Sre Ambel, einer Stadt die im Lonely Planet Reisefuehrer als “somewhat of a smuggler’s port” beschrieben wird. Wir sehen davon nichts geniessen aber ein Mal am Strassenrand. Wieder das altbekannte System. Es stehen ein paar Toepfe rum, man hebt die Deckel und deutet auf das sympathischste Gericht. Ich entscheide mich fuer ein sauer-scharfes Curry und der kulinarische Humboldt bekommt eine Art gruenen Gemuese-Eintopf der mich vage an Kohlsuppe erinnert. Reis und eisgekuehlter gruener Tee erscheinen auch auf dem Tisch. Kostenpunkt 1.25$ US fuer alles zusammen. Willkommen in der Provinz!

Auf dem weiteren Weg machen wir noch einen Abstecher in den Kirirom National Park, wo wir in einem voellig verlassenen Restaurant Cola trinken und auf Plastik Dinosaurierer schauen.

Gegen Abend erreichen wir Phnom Penh und sind einigermassen erschoepft. Unser erstes Ziel “Malis Guesthouse” an der Lakeside – einem der zwei Backpacker Gegenden. Ich war noch nie dort, weiss aber das verschiedene Expats dort leben. Wir finden freundliche Aufnahme und die schweizerisch-kambodschanische Besitzerin laedt uns fuer heute sogar zum Essen ein.

(Fotos folgen)

regen in snooky

In Snooky angekommen stolpere ich – ohne mich mit zivilisatorischen Kleinigkeiten wie z.B. den Matsch von den Schuhen zu kratzen oder saubere Klamotten anzuziehen – zunächst mal in die erste Kneipe und treffe dort auch gleich auf Jen, Karrens Schwester.
Mein grummelnder Magen übertönt die Konversation und die zwei Bier in zehn Minuten im grummelnden Magen tuen auch nichts zu meinem Verständnis für die Planung des Abends. Letztlich bekomme ich aber mit das wir uns alle später in einem bestimmten Restaurant treffen. Na gut. Ich suche mir ein Hotel und entdecke prompt das mein Reisepass auch irgendwo in Phnom Penh liegt. Tanzt wahrscheinlich grade mit dem Kupplungszug und allen anderen vergessenen Wichtigkeiten Pogo in meiner Wohnung. Das Feld für die Passport-Number bekommt also einfach eine Fantasie-Kombination verpasst, nachdem ich kurz überlege ob es sechs oder acht Stellen sind und mich schliesslich für acht entscheide. Auf dem Weg zu meinem Bungalow schnappe ich mir noch zwei Bier um den ersten Hotelbetrug meines Lebens zu feiern.
Gegen zehn hat die Welt eine leicht verstörende Tendenz angenommen. Alle Lichter scheinen einen seltsamen Heiligenschein zu haben und jeder spricht nicht mehr wirklich Englisch sondern einen komischen Dialekt den ich zwischen Schottischer Hochlandkomune ohne Kontakt zum Rest der Welt in den letzten 500 Jahren und somalischen Stammeskrieger mit Schluckauf ansiedle.
Entweder war meine gemischte Seafood-Platte schlecht oder ich sollte meinen Alkoholkonsum überdenken. Wahrscheinlich eher letzteres, denke ich mir und ordere noch ein Bier, damit mir bei all den wichtigen Gedanken die Kehle nicht zu trocken wird.
Einige Zeit später befinde ich mich in einer Kneipe irgendwo in der Sihanoukville’schen Innenstadt, wenn man eine Strasse mit eine paar Kneipen an jeder Seite, so nennen kann. Auf einem Beamer läuft Fussball, Brasilien gegen Ghana. Die Brasilianer werden im gewohnten Mangel an Logik schnell als “Motherfucking Cocksuckers” betitelt, während die Ghanesen als “My Good Boys” einzug in mein Herz finden. Sind ja auch praktisch Nachtbarn.
Nach einem Sieg der “Motherfucking Cocksuckers”, diversen verwirrenden Episoden mit manischen Motodops, Verständigungsproblemen und allerlei diversen Fehlfahrten befinden wir uns plötzlich alle in meinem Bungalow. Wir, das sind Jen, Josh der Australier, eine Kanadierin namens Emily – die ich vorher noch nie gesehen habe – und meine Wenigkeit.
Die soziale Interaktion wird weitergeführt. Emily löchert mich mit Fragen von denen ich mich – sobald es Zeit wird zu antworten – nur noch an die letzten paar Wörter erinnern kann. Meine Antworten sind vage, stehen meist in keinem erkennbaren Zusammenhang zur Frage aber sehr enthusiastisch. Irgendwer will einen Joint bauen und produziert etwas, das für mich aussieht wie eine Schultüte die ein Cracksüchtiger Zwergenvater seinem missratenen Sohn zur Einschulung in der Jugendstrafanstalt geben würde. Es schmeckt äquivalent.
Meine letztere Erinnerung, die Kanadierin neben mit blubbert eine ihrer weiteren epischen Fragen vor sich hin, während denen man die Bibel zwei mal lesen könnte. Ich falle ihr ins Wort: “I make you the easy rider, baby!”
Der nächste Morgen war wahrscheinlich verhangen. Nicht das ich irgendwas von ihm mitbekommen habe. Aufgewacht bin ich erst gegen drei und da waren sowohl Himmel wie auch Kopf mehr als verhangen. Draussen schüttet wie in einer CSU-Latrine nach Fassanstich durch Stoiber im Bierzelt und zudem hat irgendwer in meinem Kopf eine Schmiedewerkstatt aufgemacht. Ich überlege flüchtig was nach meinem Easy Rider Angebot passiert sein könnte, komme aber zu keinem Ergebnis. Wahrscheinlich todesartiger Schlaf, zumindest bin ich allein.
Beim Frühstück – Spiegeleier und Brot – beschliesse ich den nächsten Buchladen zu finden und mich den Rest des Tages zu einer Kugel mit möglichst wenig Oberfläche zusammen zu rollen, dem prasselnden Regen zuzuhören und ab und an mal eine Seite zu lesen. Eigentlich müsste ich heute nach Phnom Penh zurück fahren, eine lange Nacht schlafen und morgens auf der Arbeit sein. Keine Chance. Zumal ich auch keine Lust habe vier Stunden durch strömenden Regen zu fahren, also wird der Entschluss gefasst einfach einen Tag in Snooky zu überwintern und am nächsten Tag früh aufzustehen. Zu meiner Verwunderung klappt es sogar und ich stehe morgens um sieben im leichten Nieselregen und schnalle mein Rucksack auf des Bike.
Natürlich konnte auch diese Fahrt nicht ohne Schreckenssekunde ablaufen. Diesmal ein Bild das direkt aus einem Comic stammen könnte. Wahrscheinlich kurz bevor der Protagonist einen höchst erheiternden Tod stirbt.
Highway Ich komme aus einer Kurve gefahren, der Highway ist leer und so bin ich mit knapp 100 km/h unterwegs. Ungefähr 500 Meter vor mir ist ein Arbeiter damit beschäftigt eine bestimmt 3 Meter lange Alu-Röhre zu entladen. Er lädt sich die Röhre auf die Schulter, ich hupe allarmiert, er reist die Augen auf, verfällt in Panik und rennt los, quer über die Strasse! Die Szene hat in meiner Erinnerung eine Surreale Qualität angenommen. Er steht rechts neben der Strasse, die Stange hoch aufgerichtet, plötzlich senkt er und galoppiert wie ein mittelalterlicher Ritter quer über die Strasse, nur schaut er dabei mit weit aufgerissenen Augen auf mein Motorrad und blockiert die ganze Strasse, während ich versuche noch irgendwie zum stehen zu kommen. Ich weiss nicht warum und ich weiss nicht wie. Vielleicht hat er einen Gang zugelegt und ich ein elegantes Manöver vollzogen das ich danach direkt wieder vergessen habe, aber plötzlich bin ich an ihm vorbei ohne auf Alu zu treffen.
Gegen Mittag treffe ich – rechtzeitig für 12 Stunden Arbeit – in Phnom Penh ein.

Zwischen PP und Kampot

Schon seit längerem wollte ich mein relativ neu erkauftes Motorrad mal auf einen längeren Trip nehmen und Bike und sonstiges Equipment einem Test unterziehen, doch die passende Gelegenheit liess lange auf sich warten. Drei eher ungünstig verteilte Tage die Woche Arbeit und restlicher Routine-Kram fressen einen Haufen Zeit und meinen Suche nach einem “Biking-Mate” brachte auch keine Ergebnisse. Schliesslich fasste ich einen Entschluss, raffte meine Entschlossenheit zusammen und machte mich bereit eine kleine Reise alleine anzutreten.
Die Schwester von Karren, meiner Co-Managerin, ist in der Stadt und beide fahren zusammen nach Sihanoukville – in Expat-Kreisen auch Snooky genannt. Karrens Schwester bleibt ein paar Tage länger und der Plan ist mich nach meinen Arbeitstagen auf dem Bock dort runter an den Strand zu schaffen, den Rest des Tages mit Seafood, kalten Bieren, netter Gesellschaft und dem Strand zu verbringen und am nächsten Tage nachmittags nach Phnom Penh zurück zu kehren und frisch und leicht gebräunt den Tag darauf zur Arbeit zurück zu kehren.
Der Abend vorher sieht aus, als würde er meine Planung unterstützen. Der Schein sollte trügen. Eine halbe Stunde vor Schluss taucht eine Gruppe auf und fängt an sich – recht erfolgreich – dumm und dämlich zu saufen. Guter Barkeeper der ich bin, halte ich den Alkoholfluss aufrecht und kann letztendlich gegen vier Uhr morgens den Laden dicht machen. Der Wecker steht auf neun, die Zeit tickt und ich starre schlaflos an die Decke und lausche dem Tagesbeginn meiner Khmer-Nachbarn mit lauter Karaoke. Irgendwann muss ich dann wohl doch weg gedämmert sein.
Ich wache auf, schaue auf die Uhr und bin genervt. 14 Uhr nachmittags. Das Handy blinkt und signaliesiert mir das ich verpennt habe. Danke Handy! Im Schweinsgallop trabe ich unter die Dusche und überlege ob sich der Trip überhaupt noch lohnt. Meine kalkulierte Fahrtzeit nach Snooky dürfte sich zwischen irgendwo bei vier Stunden für ca. 250 km einpendeln. Das GPS sagt Sonnenuntergang ist 18:27 Uhr was mir nach Packen und Duschen noch knapp vier Stunden lässt, wenn ich nicht nach Dunkelheit durch die Kambodschanische Countryside gondeln will. Das ist zwar schön, aber immer etwas gefährlich, weil sich nach Sonnenuntergang immer alles mögliche Getier mitsamt menschlichem Anhang über die Highways wälzt. Was solls! Den Trip habe ich mir verdient. Im Rekordtempo werden also diverse Kleidungsstücke in den Rucksack geschafft, der Rucksack selbst auf dem Bike festgeschnallt und der Gashebel aufgedreht.
Die Fahrt selbst verläuft angenehm genug. Nachdem man die üblichen Gefahren für den Kraftfahrer in Phnom Penh – korrupte Cops, irre Lasterfahrer, etc. – hinter sich lässt, läuft der Highway durch Reisfelder, an Klostern und Dörfern vorbei und bietet sowohl Fotomaterial wie angenehme Zwischenstops. Nicht das ich Zeit für auch nur eines von beiden hätte. Statt dessen wird mit Volldampf durch die Peripherie gedonnert.
Irgendwo zwischen Phnom Penh und Kampot. Ich befinde mich auf einer praktisch leeren Strasse und bin mit ca. 100km/h unterwegs. In professioneller Ignoranz zieht ca. 300m vor mir ein Lastwagen aus einer Einfahrt. Ich ägrere mich noch nicht mal, es ist mal wieder Zeit für eine Vollbremsung und meine Kambodschanischen Motorrad-Instinkte übernehmen, nur leider treten sie ins leere. Die Bremse am Hinterrad reagiert überhaupt nicht. Das Pedal ist zwar durchgetreten aber ich spüre keinen Druck und erst recht keine Bremswirkung. Nun ist es Zeit in Schweiss auszubrechen – was mein Körper auch prompt macht – und die Frontbremse durchzudrücken. Mit schlitterndem Vorderrad komme ich ca. 30cm vor einem riesen Hinterrad zum stehen. Mir fallen nicht mal mehr ein paar deftige Flüche ein.
Am Strassenrand mache ich mich auf Fehlersuche. Eine Schraube – die das Pedal mit dem Bremszylinder befestigt – hat sich gelockert. Ein Fall für den Chinesischen Leatherman von Phnom Penhs Central Market. Die Schraube wird fixiert die Bremswirkung ausprobiert und für gut befunden und weiter geht die Reise – nun etwas vorsichtiger.
Knappe 30km vor Kampot will ich runterschalten um eine Brücke zu überqueren. Die durchschnittliche Kambodschanische Highway-Brücke besteht aus einer Stahlkonstruktion und Holzbohlen als Fahrbahn, wobei durch längs liegende Holzbohlen zwei Bahnen für Autoreifen gebildet werden. Der durchschnittlichen Kambodschanischen Brücke mangelt es auch an Wartung, was bei dieser speziellen Brücke zu einem Loch in der Mitte geführt hat. Kein grosses Problem, man schaltet runter und hält sich auf den längs liegenden Balken. Leider bringt mein versuch runter zu schalten nur ein scharfes “Zing-Boing”. Der Kupplungszug sucht sich genau diesen Moment aus, um zu reissen. Halte ich nun an oder würge das Bike ab, bekomme ich die Kiste nicht mehr angeschmissen ohne einen neuen Zug einzubauen. Meiner liegt natürlich an seinem Stammplatz auf meinem Regal in Phnom Penh. Also nehme ich das Gas etwas runter und donnere mit ca. 60 km/h über die vielleicht 20cm breite Planke, springe förmlich vom Ende der Brücke auf die Strasse und erschrecke ein Schulmädchen auf einem Fahrrad zu Tode.
Eigentlich recht spassig, aber nun muss ich ohne Kupplung nach Kampot kommen und mir dort einen neuen Zug einbauen lassen, was bedeutet entweder ohne Kupplung schalten und das Getriebe über Gebühr abfucken oder nicht schalten und selbst im Getümmel im fünften Gang fahren, also nicht unter 50km/h. Naja, dazu hat Gott die Hupe erfunden.
Nach einigen Nahtoterlebnissen komme ich seltsamerweise unversehrt in Kampot an und kenne natürlich – als weltgewandter Traveller – auch eine Motorradwerkstatt in der ich auch prompt von meinem letzten Besuch wiedererkannt werde.
15 Minuten später und um 5000 Riel (1.25$) ärmer, habe ich einen neuen Kupplungszug im Bike und einen weiteren in der Tasche und kann meine Reise vortsetzen.
Bokor in Wolken In Kampot verschwindet der Asphalt vom Highway und natürlich beginnen die grauen Wolken die seit Tagen am Himmel hängen, in genau der Nanosekunde zu Regnen in der mein Vorderrad auf den ersten Meter ungeteerter Strasse trifft. Im Nu verwandelt sich der rote Staub in roten Matsch und auch meine Bekleidung wird nicht nur nass, sondern nimmt auch eine starke Rot-Färbung an. Irgendwann treffe ich wieder auf Teer und schlagartig schalten die Götter des Missgeschicks (dafür müssen einfach mehrere zuständig sein – einer allein würde an Überarbeitung zu Grunde gehen, Göttlichkeit hin oder her!) den Regen aus. Ich zelebriere Teer auf der Strasse mit Teer in der Lunge und wie praktisch immer wenn man irgendwo in Kambodscha anhält tauchen plötzlich Kinder aus dem Nirgendwo auf. Nach etwas Konversation mit Händen und Füssen und diversen Bewunderern die aufs Motorrad klettern mache ich mich wieder auf den Weg und erreiche schliesslich Sihanoukville Minuten vor Ende der Dämmerung.

to be continued

Kid auf Motorbike

Cambodian Road Trip

buebo | April 15, 2006 16:21

Ich sitze in Phnom Penh und frage mich was ich tun soll. Meine Bewerbungen haben ihren Weg in die Mailboxen diverser NGOs gefunden mit Antworten ist innerhalb der naechsten Tage wohl nicht zu rechnen. Das laesst mir viel Zeit und die Verpflichtung irgend etwas zu unternehmen, ich bin ja schliesslich nicht knappe zehntausen Kilometer um die Welt gerreist um mir den Hintern platt zu sitzen, Banana Shakes zu trinken und auf den Tonle Sap Fluss zu starren.

Eine Entschluss ist schnell gefasst, ca. 150km suedlich von Phnom Penh befindet sich Kampot und ca. 7km von Kampot entfernt befindet sich der Bokor National Park, einer der wenigen wirklich geschuetzten National Parks von Kambodscha und zudem einer der wenigen Berge in der Gegend. Reizvollerweise haben die Franzosen waehrend ihrer Zeit in Indochina oben auf diesen Berg eine kleine Siedlung gebaut, inklusive Kasino, katholischer Kirche (die ironischerweise einer der letzten Widerstandsnester der komunistischen Roten Khmer war) und einem Grand Hotel.

Der Entschluss ist der folgende: Ich werde mir frueh morgens ein Motorrad mieten, mein Rucksack auf den Gepaecktraeger schnallen, mein Helm auf meinen Kopf schnallen und gemuetlich die 150km nach Kampot fahren, mein Zeug in einem Guesthouse meines Vetrauens lagern und den Berg nach Kampot mit meinem Gelaendemotorrad besteigen. Ich hatte noch keine Ahnung was mich erwarten sollte…

Zunaechst stand das Organisieren eines Motorrads auf dem Plan. In Phnom Penh gibt es einen Haufen Motorradvermietungen, aber natuerlich ist nichts so einfach wie es zunaechst aussieht, denn die meisten dieser Motorraeder haben soviel mitgemacht, waehren sie Menschen muessten sie entweder vors Kriegsverbrechertribunal oder ins Altersheim und ich wollte nur ungerne mit einer zusammengebrochenen Enduro in der Kambodschanischen Peripherie stranden. Ich konnte mich schon mit den Pick-Up Fahrern um einen Transport nach Phnom Penh handeln sehen, nur um dann von einem gierigen Vermieter bis aufs letzte Piercing ausgezogen zu werden. Wo also bekommt man ein gutes Motorrad in einem Land, in das Maschinen zum sterben gehen? Mein erster Abstecher fuehrte mich zum Phnom Penh Bike Shop und ich war angenehm ueberrascht. Viele neue und gut aussehende Bikes. 22$ fuer den Tag und ich huepfe auf mein Motorbike-Taxi und bin auf dem Weg zum naechsten Laden. Angkor Motorcycles wollen fuer ihre Honda Baja 10$ am Tag. Ich mache eine Probefahrt, befinde den Motorensound fuer harmonisch und reserviere die Maschine fuer den naechsten Tag.

Morgens neun Uhr in Phnom Penh. Ich fahre grade am Flughafen vorbei und bin der Verzweiflung nahe. Langsam beginnen sich in meinem Kopf verschiedene Puzzle-Teile zusammen zu fuegen. Das Bar-Girl das mir bei einer Runde Pool ein Happy New Year gewuenscht hat. Der Betreiber meines Guesthouse der irgendwas ueber Crayz Traffic murmelte. Ich halte am Strassenrand und frage an einem Getraenkeladen – das heisst eine Frau im Besitz einer Kuehltruhe – “Today Khmer New Year?”. Sie nickt und mir wird einiges Klar. Fuer ihre Muehen kaufe ich eine Cola und ueberdenke meine Situation. Die Khmers feiern Sylvester und das heisst das sich jeder Khmer aus der grossen Stadt auf den Weg zu seiner Familie auf das Land macht. Das bevorzugte Transportmittel fuer diesen Weg sind grotesk ueberladene Mini-Busse. Fuenfzehn Leute innen und nochmal soviele auf dem Gepaeck, das wiederrum auf dem Dach liegt und alle fahren Pedal To The Metal. Was ein Spass! Natuerlich lasse ich mich davon nicht hindern, besteige meinen Feuerstuhl und mache mich auf den Weg.

Ich habe mit Leuten beim Tauchen gesprochen, die mir erklaert haben das sie, sobald ihr Kopf unter Wasser ist, zunaechst einen kleinen Panikanfall niederkaempfen muessen. Der Koerper sagt ihnen in einer Instinktreaktion “Du bist unter Wasser! Du kannst hier nicht atmen! Mach das du raus kommst!”. Sie muessen ihm dann erstmal vorfuehren das sie doch atmen koennen, irgendwann laesst die Panik nach und sie koennen sich entspannt absinken lassen. Mir geht es genauso und die ersten 30 Minuten meiner Fahrt haben sich als Kollage aus beinahe toedlichen Katastrophen in meinem Schaedel fest gesetzt. Zwei Minibusse in entgegengesetzter Richtung, ein dritter versucht zu ueberholen, ich sehe Aussenspiegel fliegen. Ein Laster draengt mich von der Strasse und zwingt mich zu einer Vollbremsung im Staub neben der Strasse, ich komme 30cm vor einem Getraenkestand zum stehen. Ein Schwein bekommt die Angst und rennt mir vor das Motorrad.

Nachdem ich mich langsam an das herrschende Chaos gewoehnt habe, sich mein Puls beruhigt und mein Adrenalinspiegel auf das Mass eines US-Marines im Vietnamesischen Dschungel abgesunken ist, beginnt die Fahrt langsam so auszuehen als ob ich auch irgendwann ankommen koennte, ohne ein Zettel am grossen Zeh. Zwei Stunden vergehen, ich habe 100km geschafft und bekomme langsam Hunger und will meinem Ruecken etwas Erholung goennen. Nun muss man wissen das man ca. alle 2km durch eine Ansiedlung kommt und in jeder Ansiedlung gibt es wenigstens einen Allzweckladen in dem man Getraenkeflaschen mit Benzin, Zigaretten und Essen bekommt. Erkennbar meistens an den Plastikstuehlen unter einem Baum oder einem Sonnensegel.

Ich halte also an und renne gegen die Sprachbariere. Niemand spricht Englisch und ueber mein Khmer brauche ich wohl keine Worte zu verlieren. Trotzdem viel Gegrinse, alte Maenner und kleine Kinder probieren meinen Helm an und bestaunen mein Motorrad. Zum Glueck beherrsche ich das universelle System um unnoetiges Darben zu verhindern. Zunaechst stellt man sich an die Kuehltruhe. Jemand kommt und oeffnet sie, man nimmt sich ein Wasser. Dannach stellt man sich in die Mitte des Etablisments und schaut sich an was die anderen Essen, man zeigt auf am leckersten aussehende Gerricht und dann auf sich selbst. Wahlweise kann man noch phantomimisch Ess-Staebchen zum Mund fuehren. Allseits freundliche Gesichter und Nicken signalisieren Verstaendniss, man setzt sich und wartet auf sein Essen. Wenn einem dannach ist kann man noch ein paar Zigaretten verteilen. Nach dem Essen zahlt man 5000 Riel (1,25$), wird mit Schulterklopfen verabschiedet und weiss das Pauschal-Touristen und Bus fahrende Backpacker ziemlich bedauernswerte Kreaturen sind.

In Kampot taucht das naechste Problem auf. Nachdem ich ein Guesthouse gefunden, geduscht, eine Zeit lang an die Decke gestarrt und darauf gewartet habe das sich Pulsschlag und Atmung beruhigen und der Schweissfluss nachlaesst, ist es vier Uhr nachmittags und damit zu spaet um den Berg zu besteigen. Ich bin in der Naehe vom Aequator und das bedeutet das man sich in einem Moment noch fragt ob das die Daemerung ist und man im nachsten schon in der Dunkelheit steht. Nicht unbedingt die idealen Bedingungen um einen Berg hochzufahren ueber den mal jemand gesagt hat “With a Motorbike? You’re a fool if you try this!” Die Fahrt wird also auf den naechsten Morgen vertagt.

Morgens schaffe ich es wirklich zeitig loszufahren und nehme fuer den Weg noch das kulinarische Erbe von Franzosisch Indochina mit – zwei frische Baguettes und etwas Kaese. Der Lonely Planet spricht davon das die Zufahrt in den Kampot National Park “marked by an elaborate interchange system” ist. Ich brettere ueber eine Strasse die in der Haupsache aus roten Staub besteht und halte die Augen auf nach besagten Interchange System, doch es laesst sich nichts finden. Nach einer knappen Stunde wird mir klar das ich wohl vorbeigefahren bin, schliesslich soll sich die Einfahrt sieben Kilometer westlich der Stadt befinden.

Ich fahre also wieder eine Stunde zurueck und finde nach etwas Sucherei und ein paar Befragungen der Locals schliesslich die Einfahrt. Ein von Schlagloechern durchzogener Weg auf dem kaum noch der urspruengliche Teer zu erkennen ist. Na danke Lonely Planet.

Nachdem ich den Park Rangern die obligatorischen 5$ bezahlt habe mache ich mich an den Aufstieg. Hell Yeah! Das ist wirklich Dirt Biking. Die letzten die den Weg repariert haben muessen die Franzosen gewesen sein, wahrscheinlich kurz nachdem sie einen Haufen Khmer damit umgebracht haben ihn durch den Dschungel zu schlagen. In der Hauptsache besteht er aus fast faustgrossen Kieselsteinen die eine eher schluepfrige Unterlage bilden, ab und an haben sich auch Wurzeln auf der Strasse breit gemacht. Links und rechts rueckt der Dschungel immer weiter herran und Helm und Brille bekommen einen Haufen neuer Kratzer durch herunterhaengende Aeste. Ich schaffe es mehrmals die Federbeine meiner Enduro in Schlagloechern bis zu einem dumpfen Aufsetzen zu treiben.

Irgendwann lege ich eine Pause ein. Mein Ruecken schmerzt von den staendigen Schlaegen gegen den Steiss und das urspruengliche Weiss meiner Enduro hat sich in ein matschiges Rot gewandelt. Ich meditiere darueber ob wohl Mensch oder Maschine zu erst nachgeben und geniesse dabei die Dschungegeraeusche. Ploetzlich hoere ich einen anderen Motor aus der Gegenrichtung. Um die Kurve biegen zwei Kambodschaner auf einem Motorroller, beide winken froehlich. Mensch und Maschine koennen wohl doch noch so einiges vertragen, wird mir klar.

Nach einer Stunde in der ich knappe 30 km und einen ganzen Haufen Hoehenmeter zuruecklege wandelt sich langsam die Flora von dichtem Dschungel in eher lichteren Wald, manchmal kann ich zwischen den Baeumen durchsehen und den Abgrund bewundern der sich neben dem Weg auftut, die Aussicht ist allerdings jetzt schon mehr als Beeindruckend. Neben mir erstrecken sich bis zum diesigen Horizont dampfender Dschungel und Reisfelder.

Schliesslich komme ich auf dem Berg an und bin mehr als Beeindruckt. Die ehemalige Franzoesische Siedlung hat sich in eine echte Geisterstadt verwandelt. Noch bin ich der einzige Tourist und kann ungestoert die Kirche, das Kasino und das ehemalige Grand-Hotel erforschen. Hier oben ist es deutlich frischer als im Tiefland und manchmal biege ich um die Ecke in einen dunklen Gang und fuehle einen kalten Hauch ueber meinen Nacken streifen. Gespenstische Atmosphaere, zu der die Einschussloecher in den Aussenwaenden das ihrige beitragen. Meiner Meinung nach ist die Bokor Hill Station einer der Must-See Plaetze in ganz Kambodscha, nicht nur wegen der Siedlung, sondern vor allem wegen der Aussicht.

Der Kambodschanische Sueden ist eine eher flache Gegend und so kann man von hier oben bis auf den Golf von Thailand schauen, waehrend sich unter einem Dampfschwaden ueber den Dschungel waelzen. Das sind die Momenten in denen mir wirklich klar wird, das ich in einer anderen Welt bin, die wirklich weit von zu Hause entfernt ist.

Nachmeinen Brot und Kaese Fruehstueck steige ich wieder auf mein Motorrad und bewege mich zur anderen Attraktion des Parks, dem Wasserfall. Nachdem ich mein Motorrad vorbei an einem “Parking Here” Schild, einem obligatorischen Minibus und ueber mehrere wackelige Holzbruecken manoevriert habe komme ich schliesslich an und sehe eine Khmer Pick-Nick Gruppe. Sie winken, ich winke zurueck. Ein Figur, die ich anhand von Pilotenbrill und Baseball-Cap als den Familienvater einstufe naehert sich mir und fragt “You like the Road?” Ich antworte das sie auf einem Motorrad ganz spassig ist und wir unterhalten uns, man bietet mir eine Cola an, ich revanchiere mich indem ich Kippen verteile und den Kids mein Motorrad vorfuehre. Dannach gehe ich noch eine Runde schwimmen und mache mich auf den Rueckweg.

Kurz vor dem Ausgang des Parks wird mir bewusst das mein Feuerstuhl seltsame Gerraeusche macht, die er nicht machen sollte. Irgendwas am Hinterrad klackert und schleift. Ich muss einen kleinen Anfall von Paranoia niederkaempfen, die Motorradvermietung hat meinen Pass als Geisel, ohne Pass keine Ausreise und wahrscheinlich werden sie mich zwingen ihnen drei neue Motorraeder zu kaufen weil ich durch meine Fahrweise das Herz des Chefs gebrochen habe, der sich nun aus Trauer um sein Motorrad zu Tode hungert. In einer Vision sehe ich mich mit einem Koffer voll Bargeld barfuss zur Vermietung kriechen. Doch oh Wunder, in der Stadt ist eine Werkstatt.

“Big Bike, Small Bike, Repair Everything”. Hoert sich gut an. Der Meister steckt bis zum Hals in einem Roller, krabbelt jedoch herraus als ich anhalte und gewaehrt mir eine Audienz. Ich versuche das Problem zu beschreiben “Grinding, like Klack! Klack!”. Er nickt wissend, verlankt den Schluessel und sagt ich solle warten, er haette noch wichtigeres zu tun. Im Internet-Cafe auf der anderen Strassenseite wird mir ploetzlich und schlagartige klar das ich grade aus Angst um mein Motorrad einem wildfremden Kambodschaner die Schluessel zu selbigen in die Hand gedrueckt habe. Die Tarantel sticht mich, ich springe auf und laufe rueber. Mein Motorrad steht am Strassenrand und der Schrauberguru steckt wieder bis zum Hals in einem anderen Motorroller. Er laesst mich eine Testfahrt machen, das Klacken ist weg und ich zahle einen Dollar.

Da das Nachtleben in Kampot bis auf einsame Englishlehrerinnen mit unterhaltungsbeduerfniss, gutem Essen in frueh schliessendenden Restaurants und grossen Flaschen Angkor Beer nichts zu bieten hat, berreitet der morgendliche Aufbruch nicht viel Probleme. Im Gegensatz zum Hinweg sind auch nur halb so viele Minibusse unterwegs und nachdem sich mein Fahrmodus wieder auf staendige Bedrohungen und voellig irrationale Fahrweise aller anderen eingestellt hat, bin ich in der Lage eine gute Geschwindigkeit vorzulegen.

Ungefahr 70km vor Phnom Penh entschliesse ich mich zu einer Pause am Strassenrand. Eine Gruppe Jugendlicher taucht auf und – Oh Wunder! – einer spricht sogar englisch. Waehrend seine Kumpels sich damit beschaeftigen unter lauter Unterhaltung jeden Knopf am Lenker einmal zu druecken unterhalten wir uns etwas. Er erklaert mir das er auf sein Taxi nach Phnom Penh wartet, wo er einen Job als Strassenhaendler hat. Eigentlich hat er mal Englische Literatur studiert, aber seine Familie kann die Uni nicht mehr bezahlen. Ich denke mir, was zur Hoelle, Zeit auchmal freundlich zu sein. “You want a ride?” Grosses Gelaechter, ich mache klar das es kein Scherz war, er springt hinten auf und wir machen uns auf dem Weg.

Unterwegs erklaert er mir das er ein gutes Guesthouse kennt. Ich bin mistrauisch, aber berreit es mir anzuschauen. Schliesslich stellt sich raus das es das Guesthouse seiner Mutter ist. Nachdem wir uns durch den Stadtverkehr geschlaengelt haben stehen wir vor einem wirklich grossen Guesthouse, Zimmer mit Kablefernsehen und sogar heissem Wasser. Weil ich ihren Sohn wohlbehalten abgeliefert hat, will mir die Mutter das Zimmer fuer sieben Dollar geben. Leider ist es etwas weit ausserhalb und ich habe mein Motorrad schon ein Tag ueberzogen und muss es bald abliefern. Nach Haendeschuetteln und vielen Thank Yous bin ich wieder auf dem Weg, diesmal zur Motorradvermietung. Sie haben zu. Happy New Year!