Archiv für die Kategorie 'Projekt Balkan'

Plovdiv

buebo | August 17, 2009 20:47
Plovidv Altstadt.

Plovidv Altstadt.

Die nächste Station ist Plovidv und wie gewohnt gestalltet sich die Fahrt interessant. Bulgarien ist ein Paradies zum Motorradfahren, zumindest so lange man starke Nerven hat. Auf den bulgarischen Straßen kann man den Unterschied zwischen Mittelwert und statistischer Normalverteilung am eigenen Leib erfahren.

Generell sind die Straßen etwas besser als in Rumänien, trotzdem: “The general state of the republican road system remains unsatisfactory.” Das sagt zumindest meine Bulgarische Straßenkarte und das die Straßen generell etwas besser sind als in Rumänien, bedeutet nicht das hinter der nächsten Kurven kein hungriges Schlagloch darauf wartet Ross und Reiter mit Haut und Haaren zu verschlingen.

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Langsam ist es Zeit sich von der Schwarzmeerküste zu verabschieden. Eigentlich hat es mir hier viel besser gefallen, als ich es im Voraus vermutet hätte. Ausgegangen bin ich davon das hier der Tourismus bis zum Äußersten getrieben wird, ohne Rücksicht auf Stil, Anstand oder Verluste. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch, zumindest was Varma, Bourgas und die künstlichen Enklaven Sunny Beach und Golden Sands betrifft.

Sozopol hat sich dabei als angenehme Ausnahme gezeigt. Trotzdem freue ich mich mal wieder auf Kurven, Pässe und etwas interessanteres Fahren, als es auf der recht langweiligen und viel befahrenen Küstenstraße möglich war.

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Am schwarzen Meer

buebo | August 12, 2009 21:50

Der Vorteil am Hostel ist das man tatsächlich einmal wieder in Kontakt mit Menschen kommt, die zumindest eine der eigenen Sprachen ganz gut sprechen, auch reisen und vielleicht (meistens eher nicht) etwas interessantes zu erzählen hab; Sozialleben also.

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Brasov oder die Hostel-Erfahrung

buebo | August 6, 2009 17:09

Ankunft in Brasov und im Hostel, nur noch ein Bett im Sechsbett-Zimmer frei? Kein Problem, was solls, heute will ich Gesellschaft. Also erstmal runter in den Keller und mein Bett bezogen. Riecht ein bisschen wie Tigerkäfig, aber wenigstens brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben mit den muffigen Motorrad-Klamotten die Luft noch weiter zu verdicken.

Trotzdem will sich die gesuchte Gruppendynamik nicht recht einstellen, scheinbar hat mal wieder jeder seine Kumpels dabei, nur ich bin (ebenfalls mal wieder) allein unterwegs.

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Sibiu, auch genannt Hermannstadt, wirklich schön und toll, trotzdem werde ich nicht richtig warm mit der Stadt und es dauert eine Weile, bis ich realisiere, warum nicht. Eigentlich dauert es noch bis zur nächsten Stadt. Dazu aber gleich mehr.

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Auf dem Weg nach Sibiu

buebo | August 3, 2009 11:31

Die Enduromania ist vorbei und ich ziehe weiter. Etwas ans Herz gewachsenen ist es mir hier auf jeden Fall, wozu nicht zu letzt der See direkt vor der Haustür und die unglaublich gute Verpflegung beigetragen haben. Bier für ein Euro und Endurofahren bis der Sattel kracht sind natürlich auch gute Argumente.

Trotzdem, weiter gehts, es ist morgens um sieben und es fühlt sich an als stehe der Autoreisezug in Triest schon in den Startlöchern, schnell noch ein paar Erlebnisse in die Reise quetschen, sonst ist es zu spät. Schnelles Frühstück, kurze Verabschiedungen und ich bin wieder unterwegs. Die Käthe summt und auch die gefürchtete Schotterstraße hat ihren Schrecken verloren.

Auf geht's - Aufbruch in Brebu Nou

Auf geht's - Aufbruch in Brebu Nou

Mein Weg führt mich zunächst nach Süden und dann weiter nach Osten. Ich will zur Transalpina, einer – so habe ich mir sagen lassen – wunderschönen Straße durch die Karpathen. Etwa auf er Hälfte gibt es einen Campingplatz und den würde ich heute gerne erreichen. Mir steht der Sinn dannach draussen zu schlafen, selbst zu kochen und mal wieder etwas Natur zu spüren. Natur spüren sollte ich später auch noch, aber anders.

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Enduromania

buebo | August 1, 2009 10:07

Ja wo isser denn, der Groove? Keine Ahnung, aber nach einer Woche richtig schön im Dreck spielen, sieht alles erst mal besser aus.

Doch von vorne: Enduromania, was soll das denn sein? Die Idee ist einfach wie bestechend. Eine Offroad-Veranstaltung in einem der letzten Länder in Europa, in dem man noch durch die Pampa fahren darf wie es einem gefällt, ganz egal ob mit dem Jeep, dem Quad oder der Enduro. Nebenbei wird auch noch der Tourismus und die lokale Entwicklung gefördert und das die Gegend in der alles statt findet auch noch ausgesprochen schön anzuschauen ist, darf man ruhig als das Sahnetüpfelchen auf der Torte begreifen.

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Schon mal jemand den Disney-Streifen “Ein Königreich für eine Lama” gesehen? Ich schon, mehrmals, auch wenn ich mich nicht an viel erinnern kann.

Eine Szene ist mir aber im Gedächtnis geblieben. Der junge König wird von einem Diener angerempelt und fühlt seinen Groove gestört. Alle rennen durcheinander und rufen “der Grooove, der königliche Groooooove ist gestört!”

So ungefähr war meine Anreise. Wo bleibt der Groove?

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Drei Tage Frankreich als Vorbereitung für sechs Wochen Ost-Europa. Schotterwege, Kriegsgräber und Gepäck. Einige Lehren müssen gezogen werden.

Packen konnte ich noch nie. Nie. Überhaupt nicht. Im Wohnzimmer türmt sich die Wäsche, der Hund spielt mit meinen letzten frischen Unterhosen und Andi fragt ob ich den ganzen Kram auch wieder aufräumen bevor ich abfahre. Im letzten Moment schmeiße ich das neu gekaufte Camping-Geschirr raus und stopfe dafür noch ein paar Schläuche ins Gepäck, schnalle den Schlafsack auf den Koffer und dann passt alles.
Tankstelle auf dem Weg zum Treffpunkt und wo die Reise denn hin gehen soll? Gruppe Rentner frisch aus dem Reisebus und ich komme mir vor wie der Poser, der ich bin. “Marokko”, sage ich, steige auf und fahre Richtung Oberrhein.
In Linz am Rhein treffe ich Hanno. Wir kennen uns aus dem HUBB und vom letzten Horizonts Unlimited Meeting im Odenwald. Hanno kennt sich aus mit Campen, Motorrädern und Fotografieren und hat mir in allen drei Bereichen ziemlich viel voraus. Dafür hat seine LC4 ein Stopfen verloren und ballert nun irgendwo bei den Krümern Abgase raus.
Ist die Reise schon wieder vorbei, bevor sie angefangen hat?

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Projekt Balkan: Es fügt sich.

buebo | Juni 22, 2009 17:25

Bad geht’s los, bald geht’s LOOOHOOOOS!

So zumindest die Stimmen in meinem Inneren und so langsam gibt es sogar etwas, das als Plan durchgehen könnte.

Zumindest für meine Verhältnisse:

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Dem einen oder anderen Leser meines Blogs ist vielleicht schon aufgefallen, dass ich durchaus etwas für Technik übrig habe. Auch beim anstehenden Projekt Balkan wurden somit viele Gedankengänge und einige wache Nächte auf die technische Umsetzung verwendet. So ein langfristiger Prozess geht selten ohne ein paar schmerzhafte Einblicke ins eigene Selbst von statten.

Mit solchen Einblicken verhält es sich ähnlich wie mit einem vereiterten Backenzahn. Es schmerzt, man stellt sich der unangenehmen Wahrheit, man sucht einen entschlossenen Mann mit großer Zange auf und das Leben geht – in leicht veränderter Form – weiter.

Mein vereiterter Backenzahn ist: Ich will einfach nur fahren!

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Eine neues Stück Equipment

buebo | Mai 5, 2009 21:40

Wer monumentale Reisen vorhat, der braucht natürlich auch monumentale Ausrüstung. Natürlich rechne ich bei Projekt Balkan nur mit den schwersten Bedingungen, es wird ein absoluter Härte-Test für Mensch und Maschine. Ein stählerner Wille, frische Unterhosen, mehrere Packungen Aspirin und eine Ersatz-Zündkerze sind deshalb fest eingeplant und unabdingbarer Bestandteil der Ausrüstung.

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Viel zu lange ist es mal wieder her seit dem letzten Blog-Artikel, dabei mangelt es eigentlich nicht an berichtenswerten Dingen, dafür an der einen gr0ßen Explosion. Ich schreibe gerne über neues, tolles noch-nie-dagewesenes, doch genau das lässt auf sich warten. Statt dessen sind es die vielen kleinen Sachen, die man irgendwie dann auch mal erwähnen könnte, wenn man sowieso mal etwas schreibt.

Doch was macht man, wenn die große Sensation auf sich warten lässt und statt dessen nur Kleinkram passiert, der zwar irgendwie auch ganz interessant ist aber kaum einen eigenen Artikel rechtfertigt?

Bisher war es damit ähnlich wie mit einem halb verstopften Abfluss. Man macht die Dusche an und es sammelt sich Wasser, irgendwann ist der Rand der Wanne erreicht und es läuft über. Sensation! Hossa!

Dreht man den Hahn vorher wieder zu, läuft es langsam ab ohne das es zu nennenswerten Auswirkungen kommt, außer vielleicht einem Kalkrand, aber wer interessiert sich schon für Kalkränder in der Wanne? Höchstens Andi, aber die bloggt ja noch seltener als ich…

Das alles soll sich nun ändern. Statt mich in aller Länge mit überlaufenden Wannen zu beschäftigen, will ich nun auch mal über die kleinen Dinge des Lebens schreiben. Dieser Artikel ist der erste über die kleinen Dinge und gleichzeitig auch ein kurzer Ausblick über das, was noch kommt.

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Die MO hat einmal geschrieben Jesus würde Harley Davidson fahren und Gott eine große Honda Vierzylinder. Ich kann es mir vorstellen. Das bärtige Rebellenimage von Jesus passt perfekt zur Harley und Sandalen und Kittel können an dem Stil auch nichts mehr ruinieren…

Auch ein großer, sanfter Vierzylinder passt zu Gott. Leichtes Säuseln, ätherische Klänge und trotzdem omnipotente Kraftentfaltung. Ja liebe MO, da habt ihr wohl voll ins Schwarze getroffen!

Aber was würde Buddha fahren? Und warum eine Yamaha TTR für mich? Und was hat das überhaupt miteinander zu tun?

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Liebes Tagebuch,

auch wenn sich die Arbeit mal wieder türmt, der Alltag ordentlich stressig und das Herbstwetter so richtig ungemütlich ist, ist es doch wundervoll, einen liebenden, aufmerksamen und warmherzigen Partner an der Seite zu haben. Gerade der Herbst bietet viel Raum für idyllische Zweisamkeit und vor allem lange Gespräche.

Ein Gespräch zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens zwei Menschen verbal miteinander kommunizieren. Leider ist per Definition nicht geklärt, welche Themen angesprochen werden sollten und wie die Gesprächsanteile genau verteilt sind.

So begab es sich, dass der beste Freund von allen ein neues Lieblingsthema fand und nun schon seit Wochen laut euphorisch darüber sinniert.

Projekt Balkan.

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