Archiv für die Kategorie 'Unterwegs'

Viel zu lange ist es mal wieder her seit dem letzten Blog-Artikel, dabei mangelt es eigentlich nicht an berichtenswerten Dingen, dafür an der einen gr0ßen Explosion. Ich schreibe gerne über neues, tolles noch-nie-dagewesenes, doch genau das lässt auf sich warten. Statt dessen sind es die vielen kleinen Sachen, die man irgendwie dann auch mal erwähnen könnte, wenn man sowieso mal etwas schreibt.

Doch was macht man, wenn die große Sensation auf sich warten lässt und statt dessen nur Kleinkram passiert, der zwar irgendwie auch ganz interessant ist aber kaum einen eigenen Artikel rechtfertigt?

Bisher war es damit ähnlich wie mit einem halb verstopften Abfluss. Man macht die Dusche an und es sammelt sich Wasser, irgendwann ist der Rand der Wanne erreicht und es läuft über. Sensation! Hossa!

Dreht man den Hahn vorher wieder zu, läuft es langsam ab ohne das es zu nennenswerten Auswirkungen kommt, außer vielleicht einem Kalkrand, aber wer interessiert sich schon für Kalkränder in der Wanne? Höchstens Andi, aber die bloggt ja noch seltener als ich…

Das alles soll sich nun ändern. Statt mich in aller Länge mit überlaufenden Wannen zu beschäftigen, will ich nun auch mal über die kleinen Dinge des Lebens schreiben. Dieser Artikel ist der erste über die kleinen Dinge und gleichzeitig auch ein kurzer Ausblick über das, was noch kommt.

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Die MO hat einmal geschrieben Jesus würde Harley Davidson fahren und Gott eine große Honda Vierzylinder. Ich kann es mir vorstellen. Das bärtige Rebellenimage von Jesus passt perfekt zur Harley und Sandalen und Kittel können an dem Stil auch nichts mehr ruinieren…

Auch ein großer, sanfter Vierzylinder passt zu Gott. Leichtes Säuseln, ätherische Klänge und trotzdem omnipotente Kraftentfaltung. Ja liebe MO, da habt ihr wohl voll ins Schwarze getroffen!

Aber was würde Buddha fahren? Und warum eine Yamaha TTR für mich? Und was hat das überhaupt miteinander zu tun?

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Enduromania – ein paar Eindrücke

buebo | Oktober 13, 2008 13:03

Ich komme immer etwas ins Stottern, wenn ich Leute beschreiben soll, worum es bei der Enduromania – dem Auftakt zu Projekt Balkan – geht.

Zum Glück gibt’s Videos. Wenn schon ein Bild mehr als tausend Worte sagt, wie viel muss dann erst ein Video sagen?

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Liebes Tagebuch,

auch wenn sich die Arbeit mal wieder türmt, der Alltag ordentlich stressig und das Herbstwetter so richtig ungemütlich ist, ist es doch wundervoll, einen liebenden, aufmerksamen und warmherzigen Partner an der Seite zu haben. Gerade der Herbst bietet viel Raum für idyllische Zweisamkeit und vor allem lange Gespräche.

Ein Gespräch zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens zwei Menschen verbal miteinander kommunizieren. Leider ist per Definition nicht geklärt, welche Themen angesprochen werden sollten und wie die Gesprächsanteile genau verteilt sind.

So begab es sich, dass der beste Freund von allen ein neues Lieblingsthema fand und nun schon seit Wochen laut euphorisch darüber sinniert.

Projekt Balkan.

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buebo.de präsentiert: Projekt Balkan

buebo | Oktober 7, 2008 13:48

Der Amerikaner nennt es the Wanderlust, ich sage einfach: Ich muss mal wieder weg! Mein näheres Umfeld habe ich schon gebührend genervt. Andi, die beste Freundin von allen, schliesst die Augen, beginnt mit dem Kopf zu wippen und summt genau so unmelodisch wie autistisch vor sich hin bei der bloßen Erwähnung von irgendwas das auch nur vage mit Motorradfahren, Reisen oder dem Balkan zu hat.

Mit anderen Worten: Es ist Zeit den neuen Plan öffentlich zu machen.

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Grüße aus Allinclusiveland!

Andi | September 21, 2008 18:43

Von Andi

Wir sind im Urlaub!

Genauer gesagt im All-Inclusive-Urlaub an der türkischen Riviera. Genau der richtige Zeitpunkt für ein Aushilfs-Schreiberling-Debüt während sich der beste Freund von Allen nebenan von seinen Bauchschmerzen kuriert da der letzte Gin-Tonic um 15 Uhr eindeutig schlecht war. Möglicherweise war es auch nur mal wieder eine Folge der Kohlenhydrat-Sucht.

Wie dem auch sei. Wir haben in den letzten 4 Tagen eine Menge Eindrücke gesammelt. Die haben mit denen der herkömmlichen buebo.de Reiseberichte nicht viel gemeinsam, aber fangen wir am besten chronologisch an.

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Pimp Ya Ride Hanoi

buebo | Oktober 1, 2007 12:15

Burma – fight the Power!

buebo | September 28, 2007 9:13

Ich beobachte die Entstehung ein Kunstwerks. Langsam und mit fast majestaetischer Wuerde faehrte ein Stift ueber Papier, ein Zeichen entsteht. Der Kuenstler, eben noch ein unsicherer und nervöser Mann mittleren Alters wirkt entspannt. Sein Gesichtsausdruck spiegelt die Leere eines Zen Buddhisten in tiefer Meditation wieder, es scheint als habe die Welt für ihne aufgehört zu existieren.

Ich verlagere mein Gewicht unruhig vom rechten auf den linken Fuß, räuspere und kratze mich am Kinn und frage mich wann der alte Zausel endlich mit seinem Mist fertig ist. Wir befinden uns am Flughafen in Bangkok, ich bin – wie immer – spät dran und wie es scheint hat das koreanische Ehepaar vor mir ihre Departure Card nicht einmal ansatzweise ausgefüllt, was sie jetzt direkt am Tisch des Grenzers nachholen und damit alle anderen aufhalten, egal ob einem nun schon drei mal der Final Call für den eigenen Flug aus den Lautsprechern entgegen geschallt ist.

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Reise, Reise – Nun aus Hanoi

buebo | September 18, 2007 13:41

In ganz SO-Asien sind die Vietnamesen bekannt als kleinkriminell, geizig und unglaublich Geldgierig. Sie sind fast noch unbeliebter als die Chinesen, was nicht einfach ist. Hier in Hanoi, wo wir sogar in der Strasse zehn Minuten hart feilschen muessen um den korrekten Preis fuer eine Flasche Wasser zu bekommen und wo wir tatsaechlich vierzig Minuten von einem Hotel-Schlepper verfolgt werden, den wir teilweise “Go Away” und deutsche Beleidigungen zurufen, erscheint mir das Vorurteil recht glaubwuerdig.

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By the old Moulmein Pagoda, lookin’ lazy at the sea,
There’s a Burma girl a-settin’, and I know she thinks o’ me;
For the wind is in the palm-trees, and the temple-bells they say;
Come you back, you British Soldier; come you back to Mandalay!
Come you back to Mandalay,

Where the old Flotilla lay;
Can’t you ‘ear their paddles clunkin’ from Rangoon to Mandalay?
On the road to Mandalay,
Where the flyin’-fishes play,
An’ the dawn comes up like thunder outer China ‘crost the Bay!

Mandalay, ein bisschen der Grund warum ich ueberhaupt nach Myanmar gekommen bin. Ich weiss nicht warum. Den Robbie Williams Song kenne ich nicht, das Gedicht von Kippling auch nicht und konkret etwas unter dem Namen vorstellen konnte ich mir auch noch nie. Trotzdem war mein erster Gedanke, als sich die Reise nach Myanmar langsam abzeichnete: “Du kannst nach Mandalay fahren”. Ich konnte mir keine exotischere Stadt vorstellen.

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Nach der Busfahrt sacke ich ziemlich erschoepft im Hotelzimmer zusammen und versuche erstmal zu schlafen, leider immer wieder unterbrochen von Stromausfaellen. Unser Guesthouse-Besitzer hatte uns schon gewarnt das immer wieder der Strom ausfallen wuerde. Das ich mir erstmal im Dunkeln mein Bein am Bett anhaue und weder Ventilator noch Klima-Anlage funktionieren finde ich weniger schlimm. Nur jedes Mal wenn der Strom wieder angeht springt die Anlage mit einem asthmatischen Roecheln und Husten an, das mich zuverlaessiger als jeder Wecker aus dem Schlaf holt.

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Wir – das sind immer noch Vroni, Sven und meine Wenigkeit – beschliessen von Yangon den Bus nach Pyay zu nehmen, das ungefaehr auf halber Strecke zwischen Yangon und Bagan liegt. Bagan ist so etwas wie Angkor Wat of Myanmar, also ein Dorf rund um ein Haufen Tempel, aber leider 18 knallharte Bus-Stunden von Yangon entfernt. Pyay liegt geographisch ziemlich in der Mitte.

Wir lassen uns also von unserem Guesthouse per Taxi fuer gigantische 7000 Kyat zur Bus Station transportieren um dannach fuer 4000 Pro Nase den Bus zu nehmen. Asiatische Preise werde ich wohl dieses Leben nicht mehr verstehen…

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Drei Tage in Yangon

buebo | September 2, 2007 14:27

Wieder mal so ein frueher Air Asia Flug. Ich weiss nicht woran es liegt, aber scheinbar starten Fluege frueher, je guenstiger sie sind. Air Asia ist so ziemlich die guenstigste Flug-Gesellschaft in Thailand also quaele ich mich um halb fuenf Uhr morgens in Bangkok aus dem Bett um nach Yangoon zu fliegen, komme trotzdem noch fast zu spaet und muss schliesslich im Schweinsgallop durch den Flughafen traben. Zum Schluss warte ich natuerlich doch wieder dreissig Minuten vor dem Gate auf den verspaeteten Flug.

Eigentlich sollte ja alles ganz anders laufen. Eigentlich wollte ich ueber Land nach Myanmar reisen. Die Physischen Strapazen des durchschnittlichen Ueberland-Trips in Sued-Ost Asien koennen einen in genau die richtige Stimmung versetzen um ein neues Land kennen zu lernen. Doch kurz vor der Grenze bemerke ich das mir jemand meine Traveller Cheques geklaut hat. Ich frage mich kurz wer daemlich genug ist Traveller Cheques zu klauen, aber 100 Euro in Bar liegen zu lassen. Nun muss ich jedoch nach Bangkok zurueck um neue Cheques abzuholen und will nicht wieder zurueck nach Nord-Thailand. Also sitze ich nun halb im Wachkoma im morgendlichen Air Asia Flug nah Yangoon.

Asiatische Flughaefen werden von den verschiedenste Charakteren bevoelkert. Stoerrische Zollbeamte, zu zuvorkommende Koffertraeger, aufdringliche Taxi-Fahrer und immer – aber auch immer – Schlepper fuer Hotels und Guesthouses. Yangoon ist da keine Ausnahme und so dauert es nicht lange bis mich der erste anspricht ob ich denn schon ein Hotel haette. Eigentlich will ich abwinken, aber sein Laden wird im Reisefuehrer als gut und er macht einen freundlichen Eindruck. Was soll’s? Nicht nur befinde ich mich irgendwo zwischen Schlafwandel und Wachkoma, sondern ich spare mir auch die Verhandlung mit den Taxi-Fahrern. Ich quetsche mich also zusammen mit einer amerikanischen Familie die alles ‘amazing’, ‘wonderfull’ und ‘fantastic’ findet in ein uralten Japanischen Kleinbus und fahre Richtung Yangoon, einer Stadt die sich wirklich als anders herrausstellen soll.

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Achtung Kurven!

Mittlerweile bin ich (Air Asia sei Dank!) in Chiang Mai gelandet, Thailand’s zweit groesster Stadt. Unter Experten, Touristen, Expats und jedem anderen, der einschlaegige Reisefuehrer liest, auch als “Rose des Nordens” bekannt. Die Stadt selbst ist meiner Meinung nach nix besonderes. Natuerlich ein Haufen Tempel, diverse Meditations, Joga, Massage und andere Kurse fuer den angehenden Yogi oder Weltverbesserer. Dazwischen Buerger King, Pizza Hut und der ganze andere Rest, der in jede Thailaendische Grossstadt gehoert.

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Ein Besuch im Morbiditaetenkabinett

buebo | August 22, 2007 7:31

Schaedel

Bangkok ist die Stadt der Tempel, oder Wats, wie sie hier heissen. Jeder Wuerdentraeger der hier etwas auf sich haellt hat mindestens einen bauen Lassen. Es gibt sie in allen Variationen. Neu, mit Buddha wie aus Zuckerguss, Vergoldet und verkitscht oder alt und grau vom Smog in den unwahrscheinlichsten Ecken der Stadt

Ist man durch mit den grossen Tempeln, gibt es immer noch die Kleinen. Jedes Einkaufszentrum, jede Bank und jedes Hochhaus hat seinen eigenen Schrein. Auf den Strassen laufen Sekretaerinnen, Geschaeftsleute oder Djs mit Handys, PDAs oder Notebooks durch die Gegend, schnattern ueber das Neueste auf MTV Asia oder die letzte Buero Party und Opfern fuenf Minuten spaeter den Geistern des MBK Shopping Zentrums Bananen oder Limo und erhoffen sich Glueck davon.

Irgendwann hat man es leid. Tempel, Gottheiten, Buddha und Geister, alles wie aus Zuckerguss und ueberall wo man hinschaut. Zeit sich die duestere Realitaet zurueck in’s Gedaechtniss zu rufen. Nichts ist da so hilfreich wie Mufizierte Massenmoerder und in Formaldehyt eingelegte Babys, nur hat nicht jeder so etwas in der Naehe, in Bangkok aber schon. Also mache ich mich auf in das Siriraj Medical Museum.

Anmerkung: Wer glaubt das er Probleme mit den Fotos von eingelegten Kleinkindern und mumifizierten Massenmoerdern hat, sollte den folgenden Artikel nicht lesen!

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