Diesmal hat uns das Reise-Orakel nach Lissabon geschickt. Eine hervorragende Idee, da diese Stadt wirklich keine Wünsche offen lässt und man es hier richtig gut aushalten kann.

Hier kommt unser persönliches Erkenntnis-Alphabet.

Lissabon von A bis Z:

Alkohol: Wie wir feststellen durften, verbindet der Alkoholkonsum. Als wir uns mit unserer deliziös anmutenden Flasche an einem öffentlichen Platz niederließen, verkündete ein freudestrahlender Kerl, er trinke ja auch so gern. Sprach’s, und thronte zufrieden mit seinem Weißwein auf dem Fuße eines Denkmals, von wo aus er uns hin und wieder zuprostete.

Bunt: Lissabon ist bunt! Die Gebäude, Pflanzen, Straßenbahnen und vor allem die Leute sind es. Vor allem gibt es hier wundervolle passende Dinge zu kaufen, wie kreischend grüne Herrenshorts mit Hulk-Motiv! Spitze!

Castello de São Jorge: Bennant nach Schorsch, thront die Burg über der Stadt und verbindet eine wunderbare Aussicht über Tejo und Stadt mit der Möglichkeit im schattigen Burghof rum zu albern oder auf den schmalen Stiegen ausgiebig der Höhenangst zu huldigen

castello

Castello Sao Jorge: Hoch über den Dächern Lissabons

Drogen: Es ist faszinierend, wie zielsicher, leise und wohlartikuliert Felix von wirklich jedem Straßendealer mit „Aschschitsch“ angesprochen wird (gerne auch mehrmals am Tag und mehrmals vom gleichen). Wir sollten an unserer seriösen Ausstrahlung arbeiten.

Eléctrico: siehe Tram

Friedhof: Der große Cemiterio de Prezeres könnte einer der angenehmsten Orte der Stadt sein und bietet auch noch viel zum Anschauen. Durch schattige Allen schlendert man einsam und in himmlischer Ruhe zwischen hunderten Gruften und Mausoleen umher und kann die teils sehr imposanten Bauten bewundern.

friedhof

Gruft mit Glasscheibe... Endlich einmal Ruhe!

Gracias: Sagt man hier nicht zum Dank. Die Portugisen bedanken sich mit dem Wort obrigado, bzw. obrigada bei der Dame. Gracias disqualifiziert einen eher zu einem taktlosen, groben Touristen.

Hunde: Zu unserem Erstaunen leben hier recht viele Hunde und keiner hält es für nötig, zu bellen oder zu pöbeln. Unser kleiner schwarzer Teufel würde wahrscheinlich verzweifeln, wenn keiner auf seine Versuche, Unruhe zu stiften einginge.

Internet: Gibt es im Hostel sogar kabellos. Portugal ist eben doch moderner als man aufgrund der alten Gemäuer glauben mag.

Jorges: Zu deutsch: Schorsch. Sehr bedeutend, immerhin haben sie eine Festung nach ihm benannt.

Kunst: Wir leben direkt drin. Jedes Zimmer unseres Hostels ist im Stil eines Künstlers dekoriert. Wir haben Basquerat erwischt. Juhu!

andi-zimmer

Juhu! Basquerat!!!

Lissabon: Schön!

Musik: Die Stadt hat unheimlich viel Musik in der Luft. Es gibt hier ein Heer von Straßenmusikanten – selbst in der Tram kann man auf Tuchfühlung mit dem Fado gehen und es passiert hier auch gerne mal, dass man bei einem abendlichen Spaziergang auf einmal auf ein klassisches Schülerorchester trifft, das Filmmusik spielt.

Nachtleben: Wie auch in Spanien geht das Nachtleben eher spät los, dafür wird Nachts in der Altstadt richtig auf den Putz gehauen und alles tummelt sich in Bars, auf öffentlichen Plätzen oder auf dem Weg zum Club. Wir machen mit.

 

Obacht: Taschendiebe sind überall! Sagt zumindest vom Mädel im Hostel bis zum Plakat in der Straßenbahn jeder. Wir sind aber trotzdem noch im Besitz aller unserer Habseligkeiten.

Praça de Comércio: Angeblich der Stolz von ganz Lissabon. Leider aber gesperrt.

Quallen: Gab es im Oceanario zu sehen. Neben Pinguinen, Ottern, Haifischen und allem möglichen anderen Meeresgetier.

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Das größte Meerwasser-Aquarium von Europa. Großer Spaß für alle Kinder... und Felix.

Rolltreppen: Gibt es zwar auch, viel Eindrucksvoller sind aber die Elevadores. Der Lissabonner klettert nicht gerne auf die sieben Hügel, also wurden einfach verschiedene Aufzüge mitten in die Stadt gebaut. Die Tageskarte für die Tram gilt auch hier

Stockfisch: Gibt es hier überall und in allen Formen und Farben. Am besten schmeckt er Felix gegrillt. Auch lecker ist die Käpt’n Iglo Variante, die schmeckt, riecht und aussieht wie Schlemmerfilet.

Tram: Riiiiiiiing! Riiiiengeling! Hört man hier andauernd. Grund sind die asthmatischen Electricos die den ganzen Tag durch die engen und zugeparkten Gässchen der Altstadt rumpeln, quietschen und rasseln. Immer wenn mal wieder jemand im Weg geparkt hat, vor die Staßenbahn läuft oder den Fahrer die Laune kommt wird ausgiebig die Klingel malträtiert

tram

Riiing! RIIIIIIIIIIIING!!!

Unterschenkelkrämpfe: Kann man hier durchaus bekommen. Besser öfter mal in die Electrico einsteigen.

Volksfeste: Juni scheint ein Monat voller Feste zu sein, in dem jeder Schutzheilige (von denen es einige gibt) mal begossen wird. Kaum geht man Abends ohne Kamera aus dem Haus wird getanzt, jubeliert und gefeiert das es eine wahre Freude ist.

Wein: Grandios! Es gibt Wein-Lädchen, die das Stöffchen auch Nachts zu außerordentlich humanen Preisen herausgeben. Sozusagen ein Wasserhäusschen, nur mit Wein. Sagenhaft.

X: Unser Kreuzchen für die Europawahl haben wir natürlich vorher per Briefwahl abgegeben. Übrigens gibt es hier auch eine CDU. Es sind allerdings Kommunisten. Sagt zumindest der Stadtstreicher in der Fußgängerzone.

Y: Kommt in Lissabon nicht besonders oft vor.

Zeit: Haben wir leider nicht mehr viel.

Viele Grüße!

parchen

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