buebo.de auf Papier oder würden Sie von diesem Mann ein Buch kaufen?
buebo | Oktober 16, 2008 15:12Es gab eine Zeit, in der war ich überzeugt irgendwann einmal großes zu leisten. Vielleicht würde ich nicht gerade Weltpräsident, Raumfahrer oder Müllmann werden, aber zu etwas würde es schon reichen.
Zumindest ein Buch wollte ich schreiben. Ganz egal, dass weder Orthographie noch Grammatik zu meinen Stärken gehören. Einfach irgendwas erleben und berichten.
In meiner jugendlichen Fantasie stand ich auf einem gottverlassenen Fleck der Erde, den niemand jemals gesehen hatte, der aber doch ganz vorne im kollektiven Bewusstsein verankert war.
Vulkane brachen aus, Meteoriten fielen vom Himmel, rettungsbedürftige Schönheitsköniginnen strahlten mich aus Spiegelei großen Waldseeaugen an und die Signifikanz und Gewalt der Ereignisse werden von mir und meinem Stift in bedeutungsschwangeren Worten für die Nachwelt festgehalten.
Ja, damals schrieb man noch mit Stiften auf Papier. Es ist lange her und irgendwann setzte auch bei mir die Erkenntnis ein das man niemand besonderes ist, nur weil die anderen Kinder einen mit Sand bewerfen konnten ohne das man gleich ins Heulen ausbricht. Statt dessen gehörte wohl auch ich zu den 99,9% der Weltbevölkerung, deren größter Verdienst darin bestehen sollte, abzutreten und damit genug Moleküle frei zu geben für den nächsten und seinen Versuch mit Ruhm und Ehre.
Wie die Sache steht, hätte ich nicht so viel trüben Gedanken nachhängen sollen und statt dessen lieber mal in die Blog Statistiken und in den Ordner auf meiner Platte mit dem kryptischen Namen “Txt” schauen sollen. Dann wäre mir nämlich aufgefallen das mein Buch — zumindest im Prinzip — schon bald geschrieben sein könnte.
Die Texte sind da. Die Bilder sind da.
Fragt sich nur, gibt es Käufer?
Anders ausgedrückt: Es gibt meine Reiseberichte, andere Artikel rund um das Thema Motorrad, unterwegs sein und den ganzen anderen täglichen Wahnsinn. Das alles ist hier schon verfügbar und zwar für umme. Das wird natürlich auch so bleiben.
Zusätzlich gäbe es teils unveröffentlichte Fotos (nicht das die viel besser wären als die veröffentlichten). Editorials die exklusiv im Buch wären und noch zusätzliches Material das als roter Faden zwischen den einzelnen Artikeln dient. Darüber hinaus könnt ihr vor euren Freunden angeben, dass ihr den Autor persönlich kennt.
Kostenpunkt wären ca. 14 bis 17€ (Softcover), je nach dem ob es auch im Buchhandel erhältlich sein soll, wie viele farbige Seiten eingeplant werden, etc. pp.
Was hätte ich davon?
Ein Buch. Mein Buch. Selbst geschrieben!
Evtl. auftretender Gewinn würde ich einem wohltätigen Zweck zuführen. Meine Altersvorsorge ist in dem Fall kein wohltätiger Zweck, Spenden nehme ich aber getrennt entgegen.
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Wie immer, freue ich mich natürlich auch über zusätzlichen Input in Form von Kommentaren!
Tags: Der tägliche Wahnsinn,Nabelschau
Kategorien: Buebo's World
6 Kommentare »












6 Antworten zu “buebo.de auf Papier oder würden Sie von diesem Mann ein Buch kaufen?”
Ja ja ja – ich kaufe alles!
Ich finde Du solltest aber auch schrecklich reich werden an so einem Buch. Und nicht alles wegspenden. Ich kauf das auch, wenn ich weiß, dass da viele leckere Biere werden, die in Deinen Bauch wandern!
Hi Buebo,
ich hatte mal einen Kleinverlag und habe schonmal in der IT Abteilung einer Druckerei gearbeitet, weiß also wovon ich spreche!
Also Farbseiten sind ziemlich teuer, schwarzweiß hingegen nicht so sehr, aber Farbseiten sind natürlich auch schöner. Desweiteren rate ich dir von Angebote wie bod.de (Print on Demand) und so weiter ab, weil die Nebenkosten ziemlich heftig sind. Der Vorteil von Print on Demand ist natürlich, dass du nicht in Vorleistung treten musst für eine Auflage.
Wenn du wirklich ein Büchlein in Printform herausgeben willst, dann sprich einfach mit einer Druckerei, die eine Maschine für Kleinauflagen hat, also eine Digitaldruckmaschine, z.B. eine Xerox Docucolor oder ähnliches. Mach den Satz selbst und dann wird das inlusive Binden (Hotmelt Softcover) für eine Kleinauflage vermutlich gar nicht mal so teuer. Dann über die Webseite hier verkaufen.
Vergleich einfach mal die Angebote von Print on Demand und eine Kleinauflage über eine Druckerei.
Viel Glück!
Marc
Marc,
ich hatte tatsächlich an BookOnDemand gedacht. Die hatten einen Werbeartikel (hat sich zumindest so gelesen) in der FAZ und wenn ich das richtig verstanden habe sollten eigentlich – zumindest in der einfachsten Version – gar keine Kosten anfallen.
Auf der anderen Seite ist es eigentlich auch kein Kunststück das alles mit LaTeX zu layouten und der Druckerei von nebenan zu überlassen.
So bald die Texte alle zusammen sind werde ich das auf jeden Fall in Angriff nehmen und mich umfassender informieren.
Hi Buebo,
einen Nachsatz nochzu BoD: Ich habe mir die Webseite aus Interesse nochmal angesehen und gesehen, dass BoD nun wirklich inzwischen alternative Konzepte zur Publlikation aufweist. Früher war es so, dass das erstellen der Druckvorlage recht teuer war. Inzwischen gibt es die Variante “BoD Classic”, die recht vielversprechend, da günstig ist. Kannst ja hier mal schauen, eigentlich nicht schlecht: http://www.bod.de/index.php?id=pk_autor_de&no_cache=1
1 CC á 10 PSC per copy?
Ich mag den Rollstuhlgollum!
Das ist eine Befürwortung für Deine Taten
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