Ich bin immer noch auf Koh Tao und habe mich die letzte Zeit damit vergnuegt den naechsten Tauchschein zu erwerben, denn hier ist immerhin der guenstigste Ort der Welt fuer Tauchscheine.

Gestern sollten meine letzten drei Tauchgaenge stattfinden, zwei davon in einem Tauchrevier, in dem sich auch Haie rumtreiben. Die Spannung und vVorfreude war gross, der Seegang noch groesser, aber mit Haien tauchen ist immerhin etwas, das man noch seinen Enkelkindern (oder auch voellig Fremden in schmierigen Bars) erzaehlen kann. “Wie euer Opa diese zwei Finger verloren hat? Also damals in Thailand…”

Nun ist es so das man grundsaetzlich nicht allein Tauchen geht, sondern mit einem Dive-Buddy und sich gegenseitig unterstuetzt und gegebenenfalls auch hilft, was wir auch bitter noetig hatten. Nicht nur das die Tauchgaenge techisch relativ anspruchsvoll waren (bis auf 30 Meter Tiefe und eher truebe Sicht), wir hatten auch mit einem Bootsdeck zu tun, das wild in alle moeglichen und unmoeglichen Richtungen gerollt ist.

Ich koennte nun behaupten das ich noch nie Seekrank gewesen bin. Frueher habe ich mich auch gerne ueber Leute lustig gemacht, die Seekrank wurden. Ein paar Wellen, schon werden sie alle Gruen im Gesicht. Haben alle Schiss das das Schiff absaeuft. Haha!

Seit Gestern… Ich will dem geneigten Leser einige unruehmliche Augenblicke meiner Tauchkariere ersparen und nur so viel verraten das einige thailaendische Bootsleute (die sich bei noch nicht mal festhalten mussten) sich koestlich amuesiert haben ueber den Farrang der noch zwei Minuten vor Beginn die Fische gefuettert hat und das durch eine Lungenautomat (das Ding, durch das man Luft ein und auch wieder ausatmet) auch mehr als nur Luft durchgeht.

Die Haie waren uebrigens auch ganz toll. Irres Gefuehl wenn die Biester in ein paar Meter Abstand an einem vorbei schwimmen, wenn auch leider etwas ueberschattet davon das sich die Welt einfach nicht aufhoehren wollte zu drehen.

Morgen werde ich dann die Reise zurueck nach Bangkok antreten (von Tauchen und Bootsfahren habe ich erstmal genug) und dort endlich mein Visum fuer Burma organisieren.

Knackpunkt ist naemlich das man an der Grenze nur eines fuer zwei Wochen bekommt, waehrend die Bootschaft eines fuer vier ausstellt. Zudem sagen mir meine asiatischen Erfahrungen das es immer am besten ist schon ein Visum zu haben, bevor man sich irgendwelchen Uniformierten ausliefert.

Over and out bis zur naechsten Station.

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Keine Antworten zu “Wie ich mit den Haien tauchte, oder am Ende gewinnt immer die See”

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